Moment mal: Mein Herz wird weit (Psalm 57, 8–12) DER Morgen – 7 Wochen ohne Enge
Foto: Teknorat (Flickr), CC BY-SA 2.0

Es ist Sonntagmorgen. Ich stehe auf und schaue aus dem Fenster. Es ist noch dunkel, doch die Lichter der Stadt leuchten in hellem Orange auf die Wolkendecke, die über uns schwebt. 6 Uhr, sagt der Wecker. Ich halte inne und werde mir bewusst, dass die Sonne bald aufgeht. Also geschwind warm eingepackt und auf gen Hasenbruck, den Hügel in der Nähe. Dort setze ich mich auf eine Bank und werde Zeuge eines der großartigsten Events, die jeden Tag weltweit stattfinden: Dem Sonnenaufgang.

Ein bestechendes Gefühl durchdringt mich, als sich das orangene Gelb des Sonnenaufgangs mit dem Orange der erwachenden Stadt vermischt und zu einem lodernden Meisterwerk an feurigen Wolkenbündeln vereint: Die Bewunderung.

Bewunderung für den, der all dies gemacht hat. Die Farben, die Sonne, die Wolken, die Ideen für die Häuser, ja die Stadt um mich herum und sogar die Menschen, die diese Ideen hatten. Mir fällt auf: Ich bin ja auch so ein Mensch.

Ich werde mir des Privilegs zu sein bewusst und mit einem Mal auch alldem, was um mich herum ist. Ich sehe es mit dankbaren Augen. Den Augen des Schöpfers? Wohl eher den Augen, die er mir auf diese(r) Welt gibt. Eines ändert sich also: Mein Blick.

So habe ich einen Blick der Dankbarkeit. Man könnte auch sagen, diese Dankbarkeit lehrt mich Achtsamkeit! Denn: Von den meisten Dingen, um die ich dankbar bin, weiß ich woher sie kommen und so kann ich diesem Ursprung in Achtsamkeit begegnen.

So starte ich, zu Hause angekommen, in den Tag. Ganz bewusst. Ganz dankbar. Ganz achtsam. Ganz bei mir und vor allem ganz bei Gott.

Foto: Teknorat (Flickr), CC BY-SA 2.0

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