Wieso wir an der sog. „Flüchtlingskrise“ auch selbst schuld sind Hannah Arendt über Staaten- und Identitätslosigkeit
Foto: Luke McKernan (CC BY-SA 2.0)

Sie ist eine gebildete Frau, in ihren besten Jahren, aber in ihrer Heimat ist sie nicht erwünscht. Schlimmer noch: ihr droht der Tod. Zuflucht hat sie in einem Land in Europa gefunden, das Freiheit versprach. Und am Anfang, da sah es wirklich vielversprechend aus: man nahm sie mit offenen Armen auf, sogar eine lukrative Arbeitsstelle war in Aussicht.

Und dann: Lageratmosphäre. Auf einmal weiß man nicht mehr, wer eigentlich Freund und wer Feind ist. Mittlerweile macht das Gerücht die Runde, dass manche hier im Lager mit den einstmaligen Feinden zusammenarbeiten, vielleicht sogar sympathisieren. Angst.

Diese Frau war Hannah Arendt.

Im Jahr 1943 veröffentlichte sie den programmatischen Text „We Refugees“, in dem sie ihre Erfahrung als jüdischer Flüchtling in der Gefahr des Antisemitismus und des NS-Reichs verarbeitet. Zur Zeit der Veröffentlichung befindet sie sich schon in den USA – in Sicherheit, wenn man so will.

Hannah Arendts Text ist deswegen für uns von Bedeutung, weil sie alles repräsentiert, was Asylkritiker gerne als „Deutsche Leitkultur“ predigen. Studentin (und Geliebte) von Martin Heidegger in Marburg, promoviert unter Karl Jaspers in Heidelberg. Hannah ist gebildet.

In den USA ist sie die erste Jüdin, die sich im Rückblick mit den Herrschaftsmechanismen des NS-Reichs und des Totalitarismus allgemein auseinander setzt. Ihre Familie hat eine lange Geschichte in Deutschland, sie gehört schon in ihrer Jugend dem Reformjudentum in Königsberg an; in jener Stadt, in der Imannuel Kant viele Jahre vorher gelebt und gewirkt hat.

Wenn Hannah Arendt über Flüchtlinge schreibt, schreibt sie unweigerlich in der ersten Person.

Etwas an Hannahs Text hat mich zu Tränen gerührt, als ich ihn vor einigen Tagen gelesen habe. Zwei Grundgedanken haben sich mir eingebrannt, und mir scheint, sie sprechen auch in unsere sog. „Flüchtlingskrise“ mit einer prophetischen Klarheit.

Das Problem der Staatenlosigkeit

Arendt spricht in ihrem Text ein Problem an, das sie in ihrem Magnum Opus Elemente und Ursprünge Totalitärer Herrschaft weiter vertieft und ausführt. Und das ist das Problem der Staatenlosigkeit, die hinter der Flüchtlingsproblematik liegt.

Wieso sprechen wir überhaupt von „Flüchtlingsproblematik“, und nicht von den Problemen, die Menschen zur Flucht aus ihren Heimatländern veranlassen – das sind Kriege, aber auch Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit angesichts einer wuchernden Arbeitslosigkeit und Korruption bis in die höchsten Entscheidungsebenen? Dass es sich dabei um Probleme handelt, ist wohl unumstritten.

Aber wir sprechen lieber von der „Flüchtlingskrise“ und fragen uns oftmals, wie „wir“ das schaffen können. Dabei schafft schon unsere Wortwahl, mehr aber nur unsere Haltung, eine Barriere zwischen den Ankommenden und den Schon-Dagewesenen.

Das Problem, führt Hannah Arendt aus, ist nicht so sehr der Strom von Menschen, sondern ihre „Staatenlosigkeit“, und damit das Fehlen einer Autorität, die sich um die Einhaltung ihrer Rechte kümmert.

Dieses Problem kann natürlich erst entstehen, wenn man ethnisch und kulturell heterogene Nationalstaaten schafft, deren Ziel nicht eigentlich das „Allgemeinwohl“ ist, sondern das Vorankommen der eigenen Bevölkerung – und das ist in den meisten Fällen die Mehrheitsbevölkerung:

The stateless and minorities […] had no government to represent and to protect them and therefore were forced to live either under the law of exception of the Minority Treaties, which all governments […] had signed under protest and never recognized as law, or under conditions of absolute lawlessness. [1]

Arendt legt den Finger auf einen Punkt, den wir uns klarmachen müssen: Die „Flüchtlingskrise“ ist ebenso hausgemacht wie von Krisen in Übersee verursacht. Solange wir „Menschenrechte“ anhand willkürlich gezogener Grenzen definieren, haben wir aus der Geschichte noch viel zu lernen.

In Arendts Augen hat diese Entwicklung nach WK I auch den Boden bereitet, auf dem totalitäre Regime wachsen konnten. Nicht so sehr, weil Menschen böse sind. Das Problem lag darin, Menschenrechte einer bestimmten Gruppe von Menschen vorzuenthalten – in allen Fällen die „Schwächsten“, die niemanden hatten, der sie verteidigen konnte: wo dieser Stein ins Rollen geraten ist, ist er schwierig aufzuhalten.

Das Problem der Identitätslosigkeit

Neben diesem eher gesellschaftsweiten Problem spricht Arendt noch ein zweites Problem an, das den Flüchtling selbst noch existenzieller Betrifft. Und das ist die Identitätslosigkeit, die mit der Ankunft im neuen Land einhergeht.

Es ist eine merkwürdige Vorstellung in unseren Köpfen vorhanden, die von Flüchtlingen verlangt, „deutsch“ zu werden, und von einer Leitkultur zu sprechen. Arendt beschreibt in ihrem berühmten Text den Flüchtling Mr. Cohn, der stellvertretend für jüdische Flüchtlinge steht,

[…]from Berlin who had always been a 150% German, a German super-patriot. In 1933 that Mr. Cohn found refuge in Prague and very quickly became a convinced Czech patriot – as true and as loyal a Czech patriot as he had been a German one. […] Our Mr. Cohn then went to Vienna; to adjust oneself there a definite Austrian patriotism was required. [2]

Arendt hat sich in anderen Werken mit der Frage nach Identität und Assimilation befasst – vor allem in ihrer biographischen Auseinandersetzung mit der jüdischen Schriftstellerin Rahel Varnhagen.

Der Assimilation liegt für Arendt eine Gefahr inne – die Aufgabe der eigenen Identität. Für Arendt bedeutete das in allen schweren Zeiten sich weiterhin als Jüdin zu begreifen.

Viele Menschen sprechen von Leitkultur, wenn es um die Frage geht, wie sich Flüchtlinge in Deutschland zu verhalten haben. Wenn damit gemeint ist, dass die Würde der Menschen unangetastet bleiben muss, ein Recht auf Leben und Sicherheit besteht, die Gleichstellung von Mann und Frau sichergestellt ist, und gegen Diskriminierung von religiösen, sexuellen und anderen Minderheiten vorgegangen wird – dann sprechen wir von einer „menschenrechtlichen Leitkultur“; und die sollte nicht nur in Flüchtlingsheimen in Deutschland gelten.

Wenn wir damit aber Sauerkraut und Weißwurst, wenn wir Thomas-Mann-Lektüre und Richard-Wagner-Genuss meinen, dann haben wir eine schwierige Linie überschritten: In diesem Fall würden wir von den Flüchtlingen fordern, ihre Identität aufzugeben, mit der sie gekommen sind.

Mit der Aufgabe einer Identität ist aber, für Arendt, nicht nur der Übergang zu einer „neuen“ Identität gemeint, sondern vor allem eine Übergangsform von Identitätslosigkeit.

A man who wants to lose himself discovers, indeed, the possibilities of human existence, which are infinite as creation. But the recovering of a new personality is as difficult – and as hopeless – as a new creation of the world. [3]


Hannah Arendt ist eine der faszinierendsten Frauen des letzten Jahrhunderts. Das Lesen ihrer Texte gleicht manchmal der ernüchternden Lektüre eines Kulturpropheten, der die Schwierigkeiten unserer Gegenwart schon in der Vergangenheit erkannt hat.

Nun – es ist nicht zu spät; und sie ist nicht irgendwie schon vergangen, unsere Möglichkeit, es anders zu machen. Hannah Arendt erinnert mich daran, wie zentral es ist, dass die Rechte, die uns als Menschen inne liegen, nicht an Nationalstaatsgrenzen aufhören; und dass wir auch ein Recht auf Identität haben.

Gnade, und Segen, und alles.

MBH


[1] Arendt, Hannah, The Origins of Totalitarianism. New Edition with Added Prefaces, New York: HBJ 1973, 268f.

[2] Arendt, Hannah, We Refugees, in: Robinson, Marc (Ed.), Altogether Elsewhere. Writers on Exile, Boston: Faber & Faber 1994, S. 116.

[3] A.aO., S. 117.

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6 Kommentare anzeigen

  1. Die „menschenrechtliche Leitkultur“ ist ein guter, weil gerechter Begriff für die Anforderungen an beide Seiten: Das Aufnahmeland und die „Neubürger“.
    Diese Neutralität im Anforderungsprofil macht beiden Seiten Schwierigkeiten. Ich erinnere mich, wie ich vor ca. 25 Jahren in meiner Zeit als Polizeipfarrer von der für mich zuständigen Oberkirchenrätin von oben herab behandelt wurde, weil ich schriftlich geäußert hatte, von Neubürgern, damals waren es Türken, sei die Anerkennung der Werte des Grundgesetzes einzufordern. Das wurde offenbar als eine Form von Kolonialismus verstanden. Es geht eben nicht um „Sauerkraut und Weißwurst“, aber um die Grundlagen unseres Rechtsstaates. Wenn allerdings zur Identität von Neubürgern z.B. die Benachteiligung der Frauen gehört, dann müssen diese Teile der Identität aufgegeben werden. Die Neubürger bringen andererseits mit ihren Identitäten und ihrer Geschichte wertvolle Momente mit, die eine kulturelle Bereicherung darstellen. Sie sollten aber wissen, dass sie hier bei uns in einen Strom unserer Geschichte steigen, den sie sich nicht innerlich zu eigen machen müssen/können, den sie aber zu respektieren und mitzu(er)tragen haben. Das gilt von den geistigen und kulturellen Höhepunkten unserer Geschichte bis hin zum Holokaust. Das meint einerseits, nicht stolz sein zu müssen/können, Deutscher zu sein und andererseits kein Mitertragen einer wie auch immer definierten Kollektivschuld; aber z.B. die Akzeptanz unserer weithin religiös geprägten Kulturgeschichte und unserer besonderen Verantwortung gegenüber dem Judentum und daraus abgeleitet gegenüber Israel.

    • Lieber Dierk,

      diese doppelte Anforderung würde ich definitiv unterschreiben. Es geht ja auch nicht darum, dass jede Anforderung auf der Seite der Ankunftsländer und -gesellschaften liegt. Eine doppelte Belastung liegt aber m. E. bei jeder zwischenmenschlichen Beziehung vor. Ob es eine Liebesbeziehung ist, in der sich zwei Menschen aufeinander einstellen müssen, eine Freundschaft, in der man eben auch die Macken des anderen erträgt, oder gesellschaftsvertragliche, in denen man sich eben verständigen muss.
      Den Kolonialismusvorwurf finde ich bei den Menschenrechten meist ermüdend, wenn ich ehrlich bin. 1948 wurden sie ja bewusst überkulturell formuliert. Sie mögen, geschichtlich, in der Geistesgeschichte Europas wurzeln, hatten aber von Anfang an eine universellen Anspruch und wurden ganz bewusst nicht auf spezifische europäische Werte gegründet, sondern in der Geschöpflichkeit des Menschen. Die explizite Referenz an den Schöpfer wurde dann, im erstarken säkularer Strömungen, gestrichen. Denke, dass wir dabei nahe genug an eine Universalität kommen.
      Tariq Ramadan hat zB eine starke Arbeit geleistet, die gleichen Werte in der islamischen Tradition zu finden.

      Gnade,
      MBH

  2. Ingo Weber

    Hallo,
    vielleicht mag die Zielsetzung des Textes richtig sein aber dennoch liegt hier einiges im Argen.

    >>Wieso sprechen wir überhaupt von „Flüchtlingsproblematik“, und nicht von den Problemen, die Menschen zur Flucht aus ihren Heimatländern veranlassen – das sind Kriege, aber auch Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit angesichts einer wuchernden Arbeitslosigkeit und Korruption bis in die höchsten Entscheidungsebenen? Dass es sich dabei um Probleme handelt, ist wohl unumstritten.<>Aber wir sprechen lieber von der „Flüchtlingskrise“ und fragen uns oftmals, wie „wir“ das schaffen können. Dabei schafft schon unsere Wortwahl, mehr aber nur unsere Haltung, eine Barriere zwischen den Ankommenden und den Schon-Dagewesenen.<>Dieses Problem kann natürlich erst entstehen, wenn man ethnisch und kulturell heterogene Nationalstaaten schafft, deren Ziel nicht eigentlich das „Allgemeinwohl“ ist, sondern das Vorankommen der eigenen Bevölkerung – und das ist in den meisten Fällen die Mehrheitsbevölkerung<>Es ist eine merkwürdige Vorstellung in unseren Köpfen vorhanden, die von Flüchtlingen verlangt, „deutsch“ zu werden, und von einer Leitkultur zu sprechen.<>In diesem Fall würden wir von den Flüchtlingen fordern, ihre Identität aufzugeben, mit der sie gekommen sind.<<

    Hier kann man nicht einfach geht und geht nicht sagen. Hier spielen doch Faktoren wie Alter, Herkunft, Charakter und Erziehung eine gewichtige Rolle.

    Außerdem ist die ganze Materie vermint von politischer Korrektheit.
    Man kann unter Leitkultur etwas für alle in der ganzen BRD verbindliches meinen oder eben länder- und kommunalspezifische Unterschied einschließen.
    Und man kann die Flüchtlinge dazu verpflichten an diversen Kursen teilzunehmen, denn wie in der Schule ist es von den o.g. Faktoren abhängig was am Ende davon hängen bleibt und was nicht.
    Dadurch verlieren sie nicht ihre Identität. Sie gewinnen lediglich neues Wissen dazu.

    MfG
    Ingo

    • Lieber Ingo,

      danke für deine Rückmeldung. Wenn ich dich richtig verstehe, dann ist das „Einige“, das im Argen liegt, vor allem mein zweiter Punkt, das Problem der Identitätslosigkeit.
      Die These mit den „kulturell heterogenen Nationalstaaten“ stammt ja von Arendt. Sie analysiert das vor allem historisch (sie hat sich selbst ja nie als „Philosophin“ betrachtet). Es scheint viel für sich zu haben, wenn du mich fragst. Die sich nach dem WKI bildenden Nationalstaaten (die meist noch bis heute bestehen), sind ja selten eigentlich kulturell heterogene Einheiten gewesen. Gleichzeitig haben die Regierungen versucht, eine solche Heterogenität zu schaffen, und dabei sind Minderheiten immer unterdrückt – oder an den Rand gedrängt – worden. Arendt zeigt dies vor allem am, ihr nahe liegenden, Beispiel des jüdischen Volkes auf, als „Pariah-Volk“, das ist, dauerhaft Außenseiter.
      Flüchtlinge haben dann die Situation, zumindest nach Arendt, dass von ihnen gefordert wird, sich als kulturelle Minderheit der kulturellen Mehrheit anzuschließen. DAS wäre dann, für sie, ein Identitätsverlust.
      Wie gesagt, ich denke, dass dieser Gedankengang etwas für sich hat, und deswegen habe ich ihn hier aufgezeigt.
      „Und man kann die Flüchtlinge dazu verpflichten an diversen Kursen teilzunehmen, denn wie in der Schule ist es von den o.g. Faktoren abhängig was am Ende davon hängen bleibt und was nicht.
      Dadurch verlieren sie nicht ihre Identität. Sie gewinnen lediglich neues Wissen dazu.“ –> das stimmt nur in sofern, wenn du die Flüchtlinge zu passiven Beobachtern, gleich anthropologischen Forschern, machst, die halt lernen müssen, wie man sich „hier verhält“.
      Eine solche Forderung, das habe ich versucht aufzuzeigen, ist dann gerechtfertigt, wenn es sich um überkulturelle Werte (ich meine klassisch: Menschenrechte) handelt. In den konservativen Kreisen, in denen ich mich oft bewege, wird aber diese Anpassung gerne gleichgesetzt mit einer mehr kulturellen Anpassung: Aufgabe der religiösen und geschichtlichen Herkunft zugunsten der neuen, „deutschen“ Kultur. Und weil Sprache, Religion, Geschichte so starke Identitätsmarker sind, wäre das dann Identitätsaufgabe.
      Das zumindest war mein Versuch, den „klassischen“ Text von Arendt auf die aktuelle Situation zu übertragen.

      Gnade,
      MBH

      • Ingo Weber

        Hallo,

        leider ist die Formatierung verunglückt weswegen all das was ich geschrieben habe verloren gegangen ist.

        Ich kann es aber mal versuchen verkürzt darzustellen.

        1. Wir sprechen über „Flüchtlingsproblematik“ weil dies das Problem ist. Wir sprechen ja auch nicht über Regen bei Flutkatastrophen. Überflutungen gibt es jährlich und die Gründe sind bekannt. Wenn diese zu einer Katastrophe ausarten dann redet man darüber wie man diese gemanagt bekommt. Das Wetter kann man nicht so schnell ändern. Mitunter gibt es Dinge die man verändern kann aber das nützt den Leuten in dem Moment nichts.

        2. Die Barrieren existieren nicht dadurch dass man sie benennt sondern weil sie existieren werden sie benannt. Wozu bräuchte es sonst einer Willkommens-Kultur.

        3. Das „Allgemeinwohl“ ist für mich genauso ein Konstrukt wie der „Nationalstaat“. Und wenn man einen Staat schafft in dem das Allgemeinwohl herrscht hat man quasi einen kulturell homogenen Nationalstaat.

        MfG
        Ingo

        P.S.: Wie gesagt ist alles etwas verkürzt dargestellt.

        • Lieber Ingo,
          danke für deine Antwort. Ich auch nur kurz – weniger wegen Formatierungsfragen, als Zeit :)

          a. Nun, bei Überflutung sprechen wir aber von falsch-kalkulierten Dämmen? Und wir versuchen, den Betroffenen zu helfen, nicht die Fluten als grundsätzlich übel zu verdammen? Es wäre ja auch zynisch, davon zu sprechen, dass die Leute halt nicht dort hätten wohnen sollen; und wenn sie dort ihr Haus bauen, dann sollen sie sich eben damit abfinden…

          b. Ich denke, unsere Sprache schafft Realitäten, weil sie unsere Interaktion mit der Wirklichkeit prägt und schärft. Das bedeutet, dass die Worte die wir verwenden, auch die Art entscheidet, wie wir die Realität wahrnehmen. Wenn wir in unserer Sprache zwischen „denen“ und „uns“ unterscheiden, hilft jede Willkommenskultur nur wenig, weil sie letztlich nichts weiter wäre, als ein Gutmenschentum, das jederzeit revidierbar wäre.

          c. Wenn es nicht die National(staatlichen) Interessen sind, die eine Regierung zu vertreten hat, und auch nicht das Allgemeinwohl – was denkst du, wofür wir eine Regierung haben?

          Gnade,
          M

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