Ellis Geplapper: Vorstellung

Hast du dir auch schon mal darüber Gedanken gemacht, dass ausgehend davon, dass in der Bibel „erkennen“ als Metapher für Sex verwendet wird, der Gedanke der Selbsterkenntnis eine ganz neue Dimension einnimmt? Wenn ja, dann willkommen zu Ellis Geplapper oder die semi-kohärenten (wunderbares Wort oder?) Gedanken einer Theologiestudentin zu Dingen, die ihr so in der Welt begegnen; Tagesgeschehen, was auf eine metaphysische Ebene erhoben wird eben. Ihr solltet es lieber nicht ganz so ernst nehmen.

Mein Name ist eigentlich Elisabeth. Ich bin Theologiestudentin, die schon viel zu weit ist und nun vor allem Repetitorien besucht. Ich mag mein Studium. Sogar viele von den langweiligen Parts. Wenn man mich nicht stoppt, kann ich stundenlang darüber erzählen. Obwohl ich manchmal das Gefühl habe, dass ich der ganzen Sache nicht den notwendigen Ernst entgegenbringe, aber ich kann mir nicht helfen: die Vorstellung von manchen Dingen ist einfach zu komisch. Sie sind meistens auch traurig und beängstigend. Aber eben auch komisch. Vor allem die Kirchengeschichte ist voll davon. (Ich sage nur: Christologischer Streit, wo sich die Leute auf der Straße darüber geprügelt haben sollen, ob es nun homoousios oder homoios heißt und wahrscheinlich alle nicht so sicher waren, wo denn nun der alles entscheidende Unterschied liegt. Es ist traurig, weil viel Leid dadurch geschehen ist. Versteht mich nicht falsch, aber wenn man sich die Situation vorstellt: auf der einen Seite eine große Gruppe mit Menschen die „omousios“ schreien, auf der anderen hat der Sprechgesang „omoios“ begonnen, die ersten Steine fliegen und die paganen Beobachter fassen sich an den Kopf und denken „die spinnen, die Christen“.) Ihr könnt also ab und zu erwarten, dass ich mich über irgendein Thema der Kirchengeschichte auslasse und wahrscheinlich nicht den nötigen Respekt im Gepäck habe. Ich entschuldige mich schon mal im voraus.

Grundsätzlich faszinieren mich Geschichten aller Art, seien sie nun aus Film, Buch, Comic oder Computerspiel. Was mir dabei besonders gefällt, ist die Geschichte nach ihren philosophischen und theologischen Gehalt abzuklopfen. Einige von euch, die schon länger auf theologiestudierende.de herumschleichen, kennen vielleicht den einen oder anderen Eintrag, den ich zu Filmen und ähnlichem gemacht habe. Meiner Meinung nach besitzt jede Geschichte ein bestimmtes Thema, ein bestimmtes Menschenbild, was es zu deuten gilt. Manchmal ist es unbewusst, aber es ändert nichts daran, dass es da ist. Auch davon wird es vielleicht das eine oder andere geben.

Was erwartet euch also bei Ellis Geplapper? Alltagsgeschichten, Dinge die ich gerade lerne (keine Angst, keine Bibelkunde), Dinge die ich gerade gelesen, gesehen oder gehört habe. Schlicht und ergreifend alles, was meine theologische Fantasie anregt. Ich hoffe wir werden viel Freude miteinander haben.

Elli

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