Sag mal #34 – Die Bibel raschelt

Sag mal Artwork 2.0Die Vorlesungszeit ist wahrscheinlich bei den meisten von euch schon vorbei, gleichzeitig bedeutet das auch: Prüfungszeit. Heye hat gerade eine Prüfung zum Thema Auferstehung abgelegt und diskutiert zusammen mit Max über das Thema. Wenn ihr wissen wollt, wie die beiden zum Thema stehen, dann hört rein in die 34. Folge von Sag mal!

Die aktuelle Folge gibt’s direkt hier zum Anhören und zum Download:

Links

Wie immer freuen wir uns über Feedback, was euch gefallen hat und was wir verbessern können!

Ihr habt weiteren Diskussionsbedarf? Dann ab in die Kommentare damit!

Schlagwörter: , ,

3 Kommentare anzeigen

  1. Gruß zurück erstmal.. ^^
    Vielleicht wäre ich eine dieser „Extrempositionen“ gewesen.
    Hier mal meine halbwegs sortierten Gedanken:
    Als befreiungstheologisch beeinflusster Mensch ist mir die Bedeutung der Auferstehung für dieses Leben und diese Welt und die politisch-sozialen Auswirkungen dieses Glaubens wichtig.
    Das wäre m.E. auch ein Ausweg aus der historisch/individuell Spalte. Die Auferstehung gehört zu den apokalyptischen Themen und hat deswegen auf jeden Fall politische Auswirkungen.
    Dass ist m.E. nicht nur eine moderne Lesart, sondern die Auferstehungshoffnung ist immer die Hoffnung der Entrechteten gewesen.
    Sie ist uns belegt zum ersten Mal als eine Hoffnung von Widerstandskämpfern (in 2. Makkabäer) (wie es ja ganz kurz anklang).
    Und als Hoffnung erweist sie sich auch erst „von hinten“ vom Eschaton her.
    Mit der Auferstehung CHRISTI, haben wir aber eben den Anbruch des Reiches Gottes schon in der Geschichte und sie muss sich zeigen in Gestalt der Kirche (Die ja nicht von ungefähr bei Paulus der „Leib Christi“ ist.)
    Jesu Tod ist der Sieg über die „Mächte und Gewalten“ und seine Auferweckung/Auferstehung (auch ein wichtiger Unterschied, oder?) ist die Antwort Gottes auf die Mächtigen, die Jesus endgültig zum Schweigen bringen wollten.
    In diesem Sinne müssen wir im Kampf für Gerechtigkeit den Tod nicht mehr fürchten, und die Mächtigen müssten sich fürchten, da die Toten nicht mehr tot bleiben, sondern neue Generationen hervorbringen.
    Oscar Romero, der salvadorianische Erzbischof, dessen Kanonisierung gerade läuft drückte es kurz vor seiner Ermordung so aus: „Und wenn sie mich töten werde ich im salvadorianischen Volk wieder auferstehen“

    Die Kirche hat es in ihrer Allianz mit dem Staat dann geschafft, diese Auferstehungshoffnung in eine Vertröstung auf das Jenseits zu verwandeln, die konkretes Arbeiten für das Reich Gottes in dieser Welt für unnötig und ablenkend erklärt. „Opium fürs Volk“ quasi.

    Dennoch bleibt die Auferstehung Christi und die Hoffnung auf unsere Auferstehung als „gefährliche Erinnerung“ bestehen und bricht mit ihrem subversiven Gehalt auch immer wieder durch.

    Christus insurrexit.

    • An eine politische Deutung hatte ich noch gar nicht gedacht. Das finde ich ziemlich spannend.

      Das mit der „gefährlichen Erinnerung“ hab’ ich schon mal gehört, von wem war das noch mal?

      • Irgendwie finde ich das ein Armutszeugnis der Theologie in Deutschland, wie unpolitisch das alles gelesen wird.
        Dabei war es doch u.a. Moltmann, der die Erkenntnis um die politische Bedeutung des Evangeliums wieder ins Bewusstsein gerufen hat.

        „Gefährliche Erinnerung“ ist ein anderer Begriff aus der Befreiungstheologie und meint ungefähr, dass die biblischen Texte aus Befreiungserfahrungen entstanden sind und weiterhin subversives Potential haben, selbst wenn die vorherrschende Interpretation den Status Quo unterstützt. Ich habe den Begriff glaub ich schon mal verwendet, in meinem Artikel über Charlie Hebdo und Klage.

Max Melzer antworten … Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.