Wir sind Charlie Hebdo

Als vor über dreizehn Jahren zwei Passagierflugzeuge in die Türme des World Trade Centers im Herzen von New York hineinstürzten und dabei etwa dreitausend Menschen starben, ging eine Welle der Solidarität durch die ganze Welt. „Le Monde“, die wichtigste französische Tageszeitung, titelte am Tag darauf: „Nous sommes tous Américains“ – „Wir sind alle Amerikaner.“

Am gestrigen Vormittag, dem 7. Januar 2015, drangen drei Angreifer in die Redaktionsräume des Pariser Satiremagazins „Charlie Hebdo“ ein und erschossen zwölf Menschen.

Auch gestern waren die Medien und Sozialen Netzwerke überall voll von Trauer und Solidaritätsbekundungen. In Anlehnung an die Titelseite von „Le Monde“ vom 11. September heißt es heute in vielen Zeitungen auf der ganzen Welt: „Je suis Charlie“ – „Ich bin Charlie.“

Im Kampf gegen Terror steht die ganze Welt zusammen. Dieser Kampf ist keiner, der mit Waffen gewonnen werden kann. Wir kämpfen mit der Feder. Zu gewinnen heißt: Nicht aufgeben, nicht einschüchtern lassen. Deshalb macht der Spruch Sinn: „Charlie Hebdo“ ist durch den feigen Anschlag nicht ermordet worden. Wir alle, die wir Medien machen, sind Charlie. Freiheit ist eine Idee, die sich nicht töten lässt.

Wir, die Redaktion von theologiestudierende.de, sind tief betroffen von dem Unglück in Paris. Wir hoffen von Herzen, dass das Geschehene uns – als Länder, Gesellschaften und Religionen – nicht zerspaltet, sondern näher zusammenbringt. Dann haben wir den Kampf schon gewonnen.

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