11. Dezember

Es gab einmal einen (sprichwörtlichen) Studienanfänger in der Theologie, der (vermutlich nach seiner ersten Bibelkunde-Vorlesung) in der Fakultät durch die Gänge sprang und immer wieder laut „Hallelujah!“ rief. Da das dann doch ein seltener Anblick in diesen heiligen Hallen war, sprach ihn ein älterer Kommilitione darauf an. Der junge Student erklärte mit leuchtenden Augen: „Ich preise den Herrn, dass er das Schilfmeer geteilt und das Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft befreit hat! Halleluja!“

Da meinte der andere, der schon ein paar Semester auf dem Buckel hatte: „Da muss ich deinen Enthusiasmus wohl bremsen. Zu der Zeit, als Israel aus Ägypten auszog, war dieses „Schilfmeer“ wohl gerade mal knietief.“

Man sah deutlich, wie sich Enttäuschung in dem jungen Theologen ausbreitete. Mit hängendem Kopf zog er weiter. Zufrieden drehte sich der ältere Student um und wollte gehen. Nach ein paar Schritten hörte er hinter sich ein weiteres aufgeregtes „Halleluja, Halleluja!“

„Was ist denn nun?“, fragte er seinen Kommilitonen, sichtlich genervt. „Nun ja, ich preise den Herrn dafür, dass er das gesamte ägyptische Heer hat in knietiefem Wasser ersaufen lassen!“

(Denkt daran: Jeden Tag werden Menschen geboren, die diesen Witz noch nicht kannten.)

(Zum Weiterbilden: Historisches zur Meerwundererzählung)

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