Theologen sind glücklich …

Bildschirmfoto 2014-10-03 um 23.28.59… das sagt zumindest eine Studie zur Lebenszufriedenheit in Deutschland. Darin heißt es, dass drei von vier Studierenden der Fächer „Evangelische Theologie, Religion“ eine „hohe Lebenszufriedenheit haben“. Das ist ein besseres Ergebnis als bei allen anderen verglichenen Studienfächern. Das Ergebnis der Studie verblüfft, wo doch viele Kirchen über akuten Nachwuchsmangel und zurückgehende Studierendenzahlen klagen. Vielleicht ist es so schön in der Theologie, weil inzwischen viel Platz ist?

Anja Schwier-Weinrich, die Ausbildungsreferentin der EKHN vermutet, dass diese Zufriedenheit von der Sinnhaftigkeit der Theologie herrührt: „Theologen arbeiten nicht nur für Geld – das macht glücklich“ An der Religiosität der Theologen scheint es jedoch nicht unbedingt zu liegen. Laut der Studie sind Evangelische tendenziell sogar etwas weniger zufrieden mit ihrem Leben als Konfessionslose.

Bei der Berufszufriedenheit von Pfarrern im Dienst sieht es übrigens nicht mehr so super aus. Nach einer Befragung in der EKKW sind viele Pfarrer eher unzufrieden:

Dort sind nur 37,5% der Befragten mit ihrem Beruf voll und ganz oder sehr zufrieden; nur 3,7% sind mit dem Kirchen-Image zufrieden und 15,7% mit dem Image ihres Berufs. Nur noch knapp die Hälfte der Befragten (49,1%) würde ihrem Kind empfehlen Theologie zu studieren.13

Wie dem auch sei, das Studium ist auf jeden Fall eines der schönsten – ist es doch bis jetzt noch weit weniger verschult als viele andere Studienfächer, in denen Bologna schon deutlich länger gewütet hat. In der Theologie haben die Studierenden noch viele Freiheiten sich vor allem mit Themen zu beschäftigen, die sie persönlich interessieren.

Was sagt ihr? Seid ihr glücklich? Macht sich das Glücklichsein am Studienfach fest?

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3 Kommentare anzeigen

  1. Ja, ich bin glücklich und habe das Studium vom ersten Tag an genossen. Mit Blick aufs Examen würde ich allerdings empfehlen, dass zumindest ein Teil der Leistungen, die man während des Studiums erbringt, in die Gesamtnote hineinzählen. Das Studium würde damit nicht unbedingt „verschulter“, aber es würde etwas Druck vom Examen genommen.

    • Das ist ein sehr schöner praktischer Vorschlag. In der Tat hört in der Examensphase der Spaß etwas auf. So weit bin ich mit meinem Studium noch nicht, ich sympathisiere aber natürlich mit allen, die da gerade drin stecken.

      Ich würde aber mal sagen, dass in der Prüfungsphase die Theologie nicht anstrengender als andere Studienfächer ist, oder?

  2. Glücklicher bestimmt, aber im Examensstress, da stimme ich meiner Vorrednerin zu, nimmt die Glücklichkeit kurzfristig empfindlich ab ;)

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