EKD knickt ein – Symposium zum Familienpapier geplant

Obwohl die EKD-Spitze stets betonte, dass man zur im Juni 2013 veröffentlichten Orientierungshilfe zum Thema Familie stehe, sollen jetzt nach Kritik von vielen Seiten doch Änderungen vorgenommen werden.

Der EKD Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider hat bekannt gegeben, dass es noch diesen Monat ein theologisches Symposion zum umstrittenen EKD-Famienpapier geben würde.

Was zeigt uns das? Nun; zum einen, dass die EKD-Spitze auch nachgeben kann. In der Vergangenheit hat der Rat der EKD schon viele umstrittene Entscheidungen stur durchgedrückt.

Zweitens sehen wir, dass es durchaus auch innerhalb der EKD noch reichlich Gesprächsbedarf zum Thema Familie (und besonders Ehe) gibt. Die Unterschiede zwischen den Meinungen sind hier offenbar groß genug, dass die EKD da nicht einfach mit ein paar Stellungnahmen darüberbügeln kann.

Ich bin gespannt, ob es da die nächsten Monate noch fruchtbringende Diskussionen geben wird (oder ob sich das Ganze im Sand verläuft wie zum Beispiel der „Gesprächsprozess zum Schrift- und Kirchenverständnis“ in der sächsischen Landeskirche nach der Überarbeitetung des Pfarrerdienstgesetzes).

Jetzt bleibt abzuwarten, was das geplante Symposium in Berlin bringen wird. Eingeladen sind zum Beispiel die evangelischen Sozialethiker Wilfried Härle und Klaus Tanner aus Heidelberg und die Hamburger Neutestamentlerin Christine Gerber.

 

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Ein Kommentar

  1. Ich denk mal, das wird darauf rauslaufen, daß es sich im Sande verläuft. Die EKD wird darauf achten, nicht wieder so viel Gegenwind zu bekommen und wirkliche klare Aussagen provozieren eben genau diesen. Eine wirkliche Diskussion wäre sehr kraftaufwändig und es steht ja immer noch die Gefahr der Spaltung im Raum (wenn ich manche konservative Stimmen so höre). Und das dann im Vorfeld des Reformationsjubiläums in ein paar Jahren? Kann die EKD eigentlich nicht wollen.

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