beziehungsweise Gott – Die Missionale 2012

Unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ fand am 25.Februar im Kölner Congress-Centrum die diesjährige Missionale statt. In Arbeitsgruppen und Seminaren wurde zu verschiedenen Themensetzungen gearbeitet. Parallel wurde in einer weiteren Halle ein Jugendfestival gefeiert und ein Kinderprogramm angeboten. Am Ende des Tages stand ein gemeinsamer Abschlussgottesdienst. Für theologiestudierende.de waren Steve Henkel und Maike Dreesmann dabei.

Die Missionale ist eine Veranstaltung für kirchliche Mitarbeiter und Interessierte, die missionarisch tätig sein wollen. Schon seit 1979 wird jährlich ein Treffen mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen in Köln abgehalten, um zu den verschiedenen Formen missionarsicher Gemeindearbeit zu ermutigen und Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen. Veranstaltet wird die Missionale vom Amt für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die Veranstaltung ist kostenlos und finanziert sich über Spenden.

Den Auftakt der Missionale 2012 bildete ein gemeinsamer Anfang mit einer Bibelarbeit von Hans-Hermann Pompe, die als Einführung in das Thema diente. Im Hauptprogramm nahmen überwiegend älteren Menschen und Menschen mittleren Alters teil, aber auch das parallel stattfindende Jugendfestival war sehr gut besucht. Die Altersgruppe der jungen Erwachsenen hingegen war nur schwach vertreten. Nebenbei konnte an Büchertischen und Infoständen gestöbert werden.

Im zweiten Teil fanden Seminare und Workshops zu verschiedenen thematischen Schwerpunkten statt: So konnte man z.B. hören, wie man heute von Gott reden kann, wie Muslime und Christen im Dialog von Gott reden können oder wie man gerade jüngeren das Bild der Dreifaltigkeit Gottes sinnvoll vermitteln kann. Daneben wurde auch ein Schwerpunkt auf die missionarische Gemeindearbeit, Gemeindeleitung und Mentoring gelegt. Zudem konnte man etwas über den Umgang mit Konflikten auf zwischenmenschlicher Ebene erfahren oder inwiefern Kultur und Mission in Zusammenhang stehen.

Ein Highlight unter den Workshops war ein Referat von der EKD-Kulturbeauftragten Petra Bahr (http://www.ekd.de/kultur/kulturbuero/kulturbeauftragte.html) mit anschließender Diskussion. Hierbei legte Frau Bahr vor allem Wert darauf vor dem Rückzug in die christliche Paralellgesellschaft zu warnen. Wer nur noch christliche Bücher lese, christliche Filme schaue, christliche Musik höre und christliche Freunde haben verliere den Anschluss an die breite Gegenwartskultur. Für sie ist aber klar nur „Wer in der Gegenwartskultur unterwegs ist, versteht auch seine Mitmenschen“, also eine Grundvoraussetzung für missionarisches Handeln. Überzeugend stellt Petra Bahr dar, dass die Kultur immer wieder Anknüfungspunkte für die Themen und Fragen des christlischen Glaubens bietet, ob die unlösbare Schuldkette im letzten „Tatort“ oder der Roman der gerade die Bestseller Liste anführt. Und sie stellt fest: „Wenn Jesus heute leben würde, wäre er Filmemacher geworden. Denn seine Gleichnisse sind von gleicher, bildhafter Qualität.“

Im Abschlussgottesdienst wurde mittels einer Videobotschaft gezeigt, welche Aktionen auf demm Jugendfestival geboten wurden und auch die Kinder hatten im Kinderprogramm ein Lied einstudiert, das im Gottesdienst vorgetragen wurde.

Auf der Webseite der Missionale können die Texte der Referenten abgerufen werden. Das nächste Missionale-Treffen findet am 16. Februar 2013 in Köln statt.

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