Modul Ehrenamt
Inhaltsverzeichnis
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Vorbemerkungen
Auf dieser Seite soll ein mögliches "Modul Ehrenamt" für den Wahlpflicht- und Wahlbereich diskutiert und weiterentwickelt werden. Eine erste konkrete Ausgestaltung stellt die "Variante I: Fachschaftsarbeit" dar, das für bereits aktive FachschaftlerInnen gedacht ist. Eine Modifikation des Fachschaftsmodells stellt das SETh-Modell dar ("Variante II"). Denkbar und erwünscht sind aber auch Module für nichtgewählte Fachschaftsmitglieder etc. oder Module, die zum Beispiel die ESG miteinbeziehen. Dafür wurde die speziell für Bonn entwicklete "Variante III: Bonner Modell" entwickelt.
Ein "Modul Ehrenamt" wird bereits an verschiedenen Hoch- und Fachhochschulen angeboten. Die Hoschulrektorenkonferenz hat deshalb auch im "Bologna-Reader III" hilfreiche Hinweise für die Einbindung ehrenamtlicher Gremienarbeit ins Studienprofil gegeben (S. 90).
Modul Ehrenamt (Variante I: "Fachschaftsmodell")
Wahlpflicht- und Wahlbereich im Grund- oder Hauptstudium
Neben den klassischen Praktika bietet gerade das Ehrenamt die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in der Praxis zu sammeln: Indem man sich freiwillig engagiert, kann man eigene Fähigkeiten erproben und weiterentwickeln, mitgestalten, Verantwortung übernehmen, sich in neue Handlungsfelder einarbeiten, Initiative und Zielstrebigkeit unter Beweis stellen, sowie den eigenen Horizont erweitern. Ehrenamtliche Tätigkeit kann einen wichtigen Qualifikationsbaustein im Gesamtprofil des Theologiestudiums ausmachen.
Inhalt
Die Studierenden engagieren sich ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen der studentischen Selbstverwaltung innerhalb der Fakultät. Sie nehmen Teil an der Arbeit des Fachschaftsrates und lernen die vielfältigen Aufgaben dieses Gremiums kennen.
Qualifikationsziele
Die Studierenden müssen innerhalb einer demokratisch verfassten Struktur Verantwortung gegenüber anderen wahrnehmen. Innerhalb des Fachschaftsrates wird Teamfähigkeit und Bereitschaft zum Engagement benötigt um die reibungslose Arbeit zu gewährleisten. Diese Arbeit fördert eine Reihe von Qualifikationen, die auch für künftige PfarrerInnen unerlässlich sind. Dazu gehören unter anderem: Sitzungsleitung, Protokollieren, Sitzungsvor- und Nachbereitung, Projektmanagement, Veranstaltungsplanung- und Durchführung, sowie weitere bisher nicht aktive Ehrenamtliche in bestimmte Aufgaben einbeziehen und anleiten. Daneben ist es nötig, Stellung zu hochschul- und kirchenpolitischen Fragestellungen zu beziehen.
Teilnahmevorrausetzung
gewähltes Mitglied im Fachschaftrat
Dauer des Moduls
2 Semester
Häufigkeit des Moduls
jedes Semester
Workload
300 Std.
Der Workload setzt sich aus folgender Musterrechnung für ein Semester zusammen:
- 28 Std. Sitzungszeit (14 Sitzungen á 2 Std.)
- 28 Std. Sitzungsvor- und Nachbereitung
- 30 Std. Veranstaltungsplanung- und Durchführung (z.B. Parties, Glühweinstand, Thementage etc.)
- 4 Std. Sondersitzungen (z.B. weitere Fakultäsausschüsse etc.)
- 15 Std. Projektplanung- und Durchführung (z.B. StuPa-Wahlen, VVs, Gemeindeprojekte etc.)
- 45 Std. 1 Wochenendveranstaltung (z.B. SETh-VV, FS-Klausurwochenende etc.)
Hier bedarf es weiterer Konkretionen. Dazu werden noch verschiedene Fachschaften aufgefordert, eine Art Tagebuch zu führen, das den tatsächlichen Arbeitsaufwand ermitteln soll.
Leistungsnachweis
Der Fachschaftsrat stellt am Ende des Moduls in Kooperation mit den teilnehmenden Studierenden eine Urkunde aus, die die verschiedenen Aufgaben der Studierenden innerhalb der Arbeit des Fachschaftsrats beinhaltet und die vom Prüfungsamt gegengezeichnet wird.
Studienpunkte
10 LP
Verantwortlich
Fachschaftsrat
Modul Ehrenamt (Variante II: "SETh-Modell")
Wahlpflicht- und Wahlbereich im Grund- oder Hauptstudium
Neben den klassischen Praktika bietet gerade das Ehrenamt die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in der Praxis zu sammeln: Indem man sich freiwillig engagiert, kann man eigene Fähigkeiten erproben und weiterentwickeln, mitgestalten, Verantwortung übernehmen, sich in neue Handlungsfelder einarbeiten, Initiative und Zielstrebigkeit unter Beweis stellen, sowie den eigenen Horizont erweitern. Ehrenamtliche Tätigkeit kann einen wichtigen Qualifikationsbaustein im Gesamtprofil des Theologiestudiums ausmachen.
Inhalt
Die Studierenden engagieren sich ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen der studentischen Selbstverwaltung innerhalb des Studierendenrats Evangelische Theologie (SETh). Sie nehmen Teil an den Vollversammlungen und der übrigen Arbeit des SETh und lernen die vielfältigen Aufgaben dieses Gremiums kennen.
Qualifikationsziele
Die Studierenden müssen innerhalb einer demokratisch verfassten Struktur Verantwortung gegenüber anderen wahrnehmen. Innerhalb des SETh wird Teamfähigkeit und Bereitschaft zum Engagement benötigt um die reibungslose Arbeit zu gewährleisten. Diese Arbeit fördert eine Reihe von Qualifikationen, die auch für künftige PfarrerInnen unerlässlich sind. Dazu gehören unter anderem: Sitzungsleitung, Protokollieren, Sitzungsvor- und Nachbereitung, Projektmanagement, Veranstaltungsplanung- und Durchführung, sowie weitere bisher nicht aktive Ehrenamtliche in bestimmte Aufgaben einbeziehen und anleiten. Daneben ist es nötig, Stellung zu hochschul- und kirchenpolitischen Fragestellungen zu beziehen und sich bundesweit mit Struktur und Problemen des Theologiestudiums zu befassen.
Teilnahmevorrausetzung
Delegierte/r im SETh bzw. gewählte/r Amtsinhaber/in im SETh
Dauer des Moduls
2 Semester
Häufigkeit des Moduls
jedes Semester
Workload
300 Std.
Der Workload setzt sich aus folgender Musterrechnung für ein Semester zusammen:
- sechs Vollversammlungen á 48 Std.
- 12 Std. Vor- und Nachbereitung
Leistungsnachweis
Der SETh stellt am Ende des Moduls in Kooperation mit den teilnehmenden Studierenden eine Urkunde aus, die die verschiedenen Aufgaben der Studierenden innerhalb der Arbeit des SETh beinhaltet und die vom Prüfungsamt der jeweiligen Fakultät/Kirchlichen Hochschule/Fachbereich gegengezeichnet wird.
Studienpunkte
10 LP
Verantwortlich
SETh
Modul Ehrenamt (Variante III: "Bonner Modell")
Wahlpflicht- und Wahlbereich im Grund- oder Hauptstudium
Neben den klassischen Praktika bietet gerade das Ehrenamt die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in der Praxis zu sammeln: Indem man sich freiwillig engagiert, kann man eigene Fähigkeiten erproben und weiterentwickeln, mitgestalten, Verantwortung übernehmen, sich in neue Handlungsfelder einarbeiten, Initiative und Zielstrebigkeit unter Beweis stellen, sowie den eigenen Horizont erweitern. Ehrenamtliche Tätigkeit kann einen wichtigen Qualifikationsbaustein im Gesamtprofil des Theologiestudiums ausmachen.
Inhalt
Die Studierenden engagieren sich ehrenamtlich in einem Gremium, das inhaltlich oder strukturell mit dem Theologiestudium oder der Universität verbunden ist. Zum Beispiel: studentische Selbstverwaltung in der Ev.-Theol. Fakultät oder der Universität Bonn, SETh, Evangelische Studierendengemeinde, Presbyterien etc. Die Studierenden nehmen aktiv an der Arbeit des Gremiums teil, lernen dessen vielfältige Aufgaben kennen und engagieren eigenverantwortlich oder angeleitet in ihm.
Qualifikationsziele
Die Studierenden müssen innerhalb einer demokratisch verfassten Struktur Verantwortung gegenüber anderen wahrnehmen. Innerhalb des Gremiums wird Teamfähigkeit und Bereitschaft zum Engagement benötigt um die reibungslose Arbeit zu gewährleisten. Diese Arbeit fördert eine Reihe von Qualifikationen, die auch für künftige PfarrerInnen unerlässlich sind. Dazu gehören unter anderem: Sitzungsleitung, Protokollieren, Sitzungsvor- und Nachbereitung, Projektmanagement, Veranstaltungsplanung- und Durchführung, sowie weitere bisher nicht aktive Ehrenamtliche in bestimmte Aufgaben einbeziehen und anleiten. Daneben ist es in bestimmten Gremien nötig, Stellung zu hochschul- und kirchenpolitischen Fragestellungen zu beziehen.
Teilnahmevorrausetzung
gewähltes Mitglied in einem Gremium
Dauer des Moduls
1 Semester
Häufigkeit des Moduls
jedes Semester
Workload
180 Std.
Leistungsnachweis
Das Gremium bzw. dessen Vorsitz stellt am Ende des Moduls in Kooperation mit den teilnehmenden Studierenden eine Urkunde aus, die die verschiedenen Aufgaben der Studierenden innerhalb der Arbeit des Gremiums beinhaltet und die vom Prüfungsamt gegengezeichnet wird. Grundlage dieser Urkunde ist der Nachweis über die aktive Teilnahme durch Protokolle und einem kurzen Erfahrungsbericht über die Arbeit im Gremium.
Studienpunkte
6 LP
Verantwortlich
das jeweilige Gremium in Absprache mit dem Prüfungsamt
Modul Ehrenamt (Variante IV: "Berliner Modell")
Vorbemerkungen
Achtung, dieses Modul ist noch nicht beschlossen und ist als Vorschlag der Studendierenden zur Debatte gestellt worden! Die folgende Begründung ist der Tischvorlage entnommen, auf Grundlage welcher von studentischer Seite in Berlin argumentiert wird. Alle Fragen die über diese Nachfolgende Beschreibung hinaus gehen können innerhalb von Ausführungsbestimmungen gefasst werden. So empfehlen wir in Berlin eine Laufliste, welche Organisationen schon mit Adresse und Ansprechpartner bereit hält. Dies macht die Vermittlung relativ einfach als auch die Anerkennbarkeit. Die Kriterien werden allerdings zurzeit noch entwickelt.
Argumentation für Einrichtung eines solchen Moduls
Ein vergleichbares Modul wird bereits an verschiedenen Hoch- und Fachhochschulen angeboten und praktiziert. Beispiele sind die Kommilitoninnen und Kommilitonen in der Schweiz, die ein Äquivalent bereits umgesetzt haben. Auch hat die Hoschulrektorenkonferenz innerhalb des "Bologna-Reader III" hilfreiche Hinweise für die Einbindung ehrenamtlicher Gremienarbeit ins Studienprofil gegeben (S. 90). Ein solches Modul bildet eine notwenige Ergänzung zu den bisherigen Modulen, in welchen es vorrangig um die Vermittlung theoretisch-fachlich theologischer Kompetenzen geht und gehen soll. Neben den traditionellen Praktika bietet gerade dieses Modul die Möglichkeit, wertvolle Kompetenzen in der Praxis zu sammeln oder bereits vorhandene Erfahrungen zu vertiefen. Im Gegensatz zu einem Praktikum charakterisiert sich ein solches Modul durch Kontinuität und beschränkt sich nicht auf einen relativ kurzen Zeitraum. So besteht eben dadurch die Möglichkeit sich breit als auch nachhaltig auf dem Feld praktischer und hermeneutischer Fragenstellungen zu bewegen und sein theoretisches Wissen vielfältig zu erproben. Auch ist es durch die propädeutische Phase und die reflektierende Phase in ein theoretisches Rahmenkonzept eingefasst, welche sich mit spezifischer Theoriebildung und den reflektierenden Erfahrungswerten beschäftigen sollen (vergleichbar mit dem Praktikumsnachbereitung). Darüber hinaus ist ein solches Modul nicht primär auf ein Berufsziel festgelegt, sondern es kann durchaus auch Einblicke in verschiedenste Berufsfelder bieten, was ein Praktikum nicht leisten soll und muss, jedoch bietet es gleichzeitig auch - zum Beispiel in Hinsicht auf das Berufziel des Pfarramtes - die Möglichkeit korrelierend relevante Kompetenzen auszubilden, zu vertiefen, bzw. gewisse spezielle Kompetenzen zu erwerben. Neben den genannten Unterschieden zum Praktikum inkludiert es aber eben auch die Vorteile eines solchen. So kann durch die propädeutische Phase als auch durch das schon vorhandene theologische Wissen einen primär wissenschaftlich-theoretischen Hintergrund geboten, welcher seine Erprobung innerhalb der praktischen Phase erfährt. Diese wiederum erfährt eine primär wissenschaftlich-theoretische Auswertung in der reflektierenden Phase. So ist ein solches Modul eben nicht als losgelöst vom wissenschaftlich-theoretischen zu betrachten.
Zuordnung
Wahlbereich des Studium Generale im Grund-oder Hauptstudium
Lern- und Qualifikationsziele
Einübung in Verfahren der demokratischen Selbstverwaltung, Entwicklung der Fähigkeit und Bereitschaft zur Übernahme von gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung, Entwicklung von Teamfähigkeit, Bereitschaft zum eigenständigen Erarbeiten fachfremder Themen, nachhaltiges Arbeiten. Die spezifischen Kompetenzen können je nach Tätigkeitsfeld variieren und können unter anderen beinhalten: Einübung in Sitzungsleitung, Protokollieren, Sitzungsvor- und Nachbereitung, Projektmanagement, Veranstaltungsplanung- und Durchführung, Erarbeitung oder Bearbeitung von Satzungen oder Äquivalenten, Sozial- und Jugendarbeit, praktische Selbstpräsentation, interdisziplinäres Handeln, diakonisches/sozialorientiertes Arbeiten, Entwicklung themenbezogener didaktischer Methodik, interkultures und interreligöses Handeln, integratives Handeln, praktisches Rechts- und Verwaltungswissen, praktisches DV und EDV Wissen, Organisation und Durchführung von Wahlen, Motivation anderer zum Engagement.
Voraussetzung für Teilnahme
keine
Modulstruktur
- propädeutische Phase
- Lernform: Überblicksveranstaltung oder Einführungsveranstaltaltung(VL, UE, PS oder SE)
- Präsenzzeit: 2 Semesterwochenstunden(= 1 Studienpunkt)
- Themen, Inhalt: Die Studierenden wählen eine Veranstaltung aus den Bereichen Rechtswissenschaften(Kirchenrecht, Rechtsvorschriften der Universitätsverwaltung o. ä.) oder Sozialwissenschaft(Verwaltungsrecht, Politikwissenschaften, o. ä.)[oder Erziehungswissenschaften]
- praktische Phase
- Lernform: praktische Tätigkeit
- Präsenzzeit: 6 Semesterwochenstunden(= 3 Studienpunkte)
- Themen, Inhalt: Die Studierenden wählen anhand der propädeutischen Phase einen Bereich, innerhalb eines Ehrenamtes, aus, die in Gremien der Universitätsverwaltung, der studentischen universitären Selbstverwaltung, zivilgesellschaftlicher oder kirchlich- diakonischer Körperschaften und Teilkörperschaften des öffentlichen Rechts. Dort sammeln sie korrelierende Praxiserfahrung zur propädeutischen Phase
- reflektierende Phase
- Lernform: Nachbereitungsveranstaltung(BUE, BS oder PRT)
- Präsenzzeit: 1 Semesterwochenstunde(= 1/2 Studienpunkt) und 15 Arbeitsstunden(= 1/2 Studienpunkt) zur Erarbeitung des Erfahrungs- und Lernberichts (macht insgesamt = 1 Studienpunkt)
- Themen, Inhalt: Auswertung und Sicherung des Lernertrags anhand einer Nachbereitungsveranstaltung, für welche die Studierenden im Vorfeld ein 5 Seitigen Erfahrungs- und Lernbericht schreiben
Dauer des Moduls
1 bis 4 Semester(Dies ergibt sich aus den unterschiedlichen Bereichen universitärer-studentischer Selbstverwaltung[sprich FakRat, StuPa, Prüfungsausschuß etc.])
Häufigkeit des Moduls
jedes Semester
Workload
150 Stunden
Leistungsnachweis
Die Anerkennbarkeit der propädeutische Phase ist im Rahmen des Studium Generale gewährleistet. Die Anerkennbarkeit der praktischen Phase ist durch einen beglaubigten Nachweis, welchen die jeweilige Organisation ausstellt(zBsp.: ein Stundennachweis), gewährleistet als auch anhand von Dienstplänen, Protokollen o.ä. in der Regel nachprüfbar. Die Anerkennbarkeit der reflektierenden Phase ist dadurch gewährleistet, da die Veranstaltung innerfakultär ist und daß der Erfahrungs- und Lernbericht bei dem jeweiligen Dozenten oder der jeweiligen Dozentin abzugeben ist. Sind alle drei Einzelnachweise erbracht wird durch den Prüfungsausschuß oder das Prüfungsbüro eine Bestätigung auf erfolgreiche Teilnahme am Modul ausgestellt.
Modulprüfung
zurzeit nicht vorgesehen
Studienpunkte
5 SP
Verantwortlich
Ehrenamtskoordinator und Prüfungsausschuß(Ist noch nicht geklärt)
