Beschluss der Vollversammlung Nr. B.2010-02.06

Beschluss Nr. B-2010-02.06

der Vollversammlung des Studierendenrates Evangelische Theologie

auf ihrer Tagung vom 28.-30. Mai 2010 in Halle (Saale)

zu

 

Stellungnahme zu den Modellversuchen in den Sprachen

Stellungnahme zur Einführung von Modellversuchen

 

Mit Verwunderung nehmen wir, Studierende der Theologie und Religionspädagogik die aktuelle Debatte um die Einführung und Anerkennung von alternativen Spracherwerbsmodellen zur Kenntnis. Durch die Weigerung einiger Fakultäten, Sprachnachweise anzuerkennen, die nicht dem Graecum entsprechen, wird der Versuch karikiert, eine Verbesserung der Situation für das Lehramtsstudium zu schaffen. Dies mutet umso seltsamer an, wenn an diversen Hochschulen schon längst andere Sprachkurse angeboten werden, wie zum Beispiel in Leipzig, wo seit Jahren neutestamentliches Griechisch für LehramtsstudentInnen angeboten wird. Auch das oft vorgetragene Argument, alternativer Spracherwerb würde mehr Lehrpersonal benötigen ist schwach – wenn alle LehramtsstudentInnen einen eigenen Sprachnachweis benötigen, entstehen genügend voll ausgelastete Kurse.

Ziel des Bologna-Prozesses war unter anderem, eine erhöhte Mobilität zu schaffen, was durch die Nichtanerkennung der Sprachnachweise ad absurdum geführt wird.

Deshalb fordern wir:

  1. Jeglicher Sprachnachweis, der an einer theologischen Fakultät erworben wurde, wird von allen anderen Fakultäten bedingungslos anerkannt. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Sprachnachweise in einem bereits abgeschlossenen Bachelor erworben worden.

  2. Die eingeführten Modellversuche werden fortgesetzt und die gewonnenen Erkenntnisse fließen in kommende Studienordnungen ein.

 

Die Vollversammlung beauftragt das Leitende Gremium diese Stellungnahme an alle Dekanate zu versenden.

 

 

Im Namen der Vollversammlung
Mareike Gintzel & Maike Dreesmann
Das Leitende Gremium | Studierendenrat Evangelische Theologie

Die Veröffentlichung erfolgt unter dem Vorbehalt der Korrektur von Fehlern durch das Leitende Gremium.