Was denn nun?

Wenn es in Gesprächen um das Wetter geht, kann man fast froh sein, dass heute die Meteorologie entdeckt ist und das Wetter nicht mehr Petrus in die Schuhe geschoben wird. Nie ist mal einer mit dem Wetter zufrieden. Es ist zu neblig, für manche jetzt schon zu kalt, andere halten dagegen es sei viel zu warm für die Jahreszeit. Es gibt zu wenig Regen, klagen Bauern und die aus der Flussschifffahrt, dafür findet man im Rhein dank Niedrigwasser allerhand Weltkriegsbomben und alte Hafenmauern aus Zeiten der Römer, viele Bürger leben danach sicherer und die Historiker freuen sich. Die Sonne scheint zu wenig, steht aber zu tief und blendet. Immer gibt es was zu meckern.

Im letzen Jahr um diese Zeit war das Wetter wesentlich winterlicher als in diesem Jahr. Da hat es nämlich Anfang Dezember angefangen zu scheien und der Schnee hat uns den ganzen Rest des Jahres nicht wieder verlassen. "Endlich mal Schnee!", riefen die Einen, "Hoffentlich gibt es auch weiße Weihnachten!"; viele andere, gerade solche, die oft unterwegs sein mussten, fanden das Schneechaos gar nicht so toll. Die weiße Weihnacht führte zum Bahnchaos und hielt viele Menschen auf dem Weg zu ihren Lieben lange auf. Jetzt denkt doch noch mal nach, alle "Jetzt ist es für Dezember viel zu warm" - Meckerer, war das Wetter im letzen Jahr wirklich besser?

Über kaum ein Thema kommt man beim Smalltalk schneller ins Gespräch, jeder hat eine Meinung zum Wetter und wird davon direkt tangiert. Doch gehen bei kaum einem Thema die Meinungen so weit auseinander wie beim Wetter. Gut, dass Petrus sich das Gemotze nicht mehr zu Herzen nehmen muss.

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"Moment mal!" ist der Titel für die neue Kolumne auf theologiestudierende.de Jede Woche schreibt ein/e andere/r Redakteur/in seine/ihre Sicht auf ein Thema rund um Bildung, Kirche und Gesellschaft. Du auch? Mail an das Redaktionsteam



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