Christenbashing ist wohl groß in Mode...
Der Papstbesch zieht in Deutschland große Kreise. Nicht nur die Katholiken pilgern zu ihrem Oberhaupt und feiern mit über 60.000 Besuchern die Messe, nein auch alle anderen äußern sich zu diesem Staatsbesuch. Kaum eine Zeitung kommt ohne Schlagzeile über den Papstbesuch aus, jedoch meist negativ. Viele Talkrunden befassen sich mit der Kirche und es scheint groß in Mode, dabei mit gefühlten 1.000-mal gehörten Argumenten die (nicht nur katholischen) Christen als gestrig herunterzumachen.
Von Kreuzzug bis Kindesmissbrauch werden alle großen Negativschlagzeilen wieder hervorgeholt und schon durch die Verteilung der unterschiedlichen Positionen in den Talkrunden kommt eine alle-gegen-den-einen-doofen-Christen - Stimmung auf. Der Glaube wird lächerlich gemacht und das wird dann auch noch journalistisch genannt. Natürlich sind dies alles keine glänzenden Punkte in der Geschichte der christlichen Kirchen und mit Sicherheit dürfen sie nicht verschwiegen werden, nur sind dies auch Totschlag-Argumente in jeder Diskussionsrunde. Um den persönlichen Glauben geht es nicht mehr, wenn man sich permanent rechtfertigen muss für seine scheinbar so unvernünftigen und gestrigen Ansichten und die Institution Kirche.
In den Medien bekam man das Bild vermittelt die drei doofen letzten uneinsichtigen Christen in Deutschland hätten den Papst gegen den Willen aller vernünftigen anderen eingeladen. Man schämte sich fast ein bisschen Christ zu sein. Und doch sprechen die Zahlen etwas anderes aus: Über 60.000 Christen besuchen die Messe des Papstes in Berlin, zur Gegendemonstration kamen nur etwa 4.000. Letztlich sind wir Christen dann wohl doch ein paar mehr Leute und die anderen schreien einfach nur lauter...
