Einladung zur Tagung nach Halle

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,
Liebe Landeskonvente und Fachschaften in Pfarr- und Lehramt,
Liebe SEThis!

Ihr kennt Halle an der Saale noch nicht? Dann auf in den „wilden Osten“!

In dieser Stadt, wo einst Händel komponierte, Goethe und Eichendorf Inspiration fanden, die Reformation ihre Wiege hat mit den Auseinandersetzungen zwischen Kardinal Albrecht und Martin Luther, die Franckeschen Stiftungen ihre Heimat hat und die erste Frau in Deutschland einen Doktortitel erwarb, wollen wir uns mit den aktuellen Fragen rund um Kirchen- und Hochschulpolitik befassen.

Die Fachschaft der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg lädt uns ein, vom 28. - 30. Mai 2010 ihre Gäste zu sein, um unsere zweite Vollversammlung des Jahres zu halten.

Nur zwei Wochen vor der VV findet in München der Ökumenische Kirchentag statt. Momentan arbeiten unsere Mitwirkende hart in der hitzigen Vorbereitung für den Stand auf der Agora. Wir hoffen, viele von euch an unserem Stand, den wir gemeinsamen mit der katholischen Schwesterorganisation AGT betreuen, zu treffen, um „geschwisterlich zu diskutieren“. Mit dieser Einladung erhaltet ihr nochmals gesondert genauerer Informationen zu unserer Präsenz auf dem ÖKT.

Aber nach dem Kirchentag ist vor dem Kirchentag. Wir wollen dieses Wochenende nutzen, um Ideen und Konzepte für eine Mitwirkung auf dem Evangelischen Kirchentag 2011 in Dresden zu entwickeln.

Auch die Vorbereitungen für die VVen können jetzt anlaufen. Für  die VV im Oktober wird das Thema „Studierendenvertretungen und studentische Selbstverwaltung“ vorgeschlagen und für die VV im Januar 2011 wurde das Thema „Lebensformen“ gewählt. Der Thementag im Januar kann sich zum Beispiel mit den Bereichen Studieren mit Kind(ern), Gleichstellungspolitik an der Hochschule, Ordination von behinderten Menschen, „wilden Ehen“ im Vikariat oder ehrenamtliches Engagement als Geschlechterfrage beschäftigen. Welche ReferentInnen könnt ihr vorschlagen? Welche Workshops wollen wir anbieten? Welche Quellen sollten im Vorfeld recherchiert werden?

An einigen Fakultäten wurde der in Module strukturierte Studiengang Ev. Theologie eingeführt. Einige Fakultäten sträuben sich aber noch dagegen. Dieser Zustand löst einigen Tumult in der Hochschullandschaft aus, zumal die unterschiedlichen Vorgaben der Bundesländer zur Umsetzung die Lage nur noch verschärfen. Nun sind die Landeskirchen im Zugzwang, ihre Prüfungsordnungen anzupassen.Wir wollen uns darüber austauschen, welche Startschwierigkeiten aufgekommen sind, wie die Begleitung in der Studienberatung durch die Fakultäten unterstützt wird und wie weit die Akkreditierungen und Änderungen in den Prüfungsordnungen voran geschritten sind.

Am Samstag werden wir Besuch von OKR Joachim Ochel bekommen, der im Kirchenamt der EKD „Referent für theologische und kirchliche Ausbildungen sowie Hochschulfragen“ ist. Er wird mit uns natürlich über die Einführung der neuen Studien- und Prüfungsordnungen sprechen, aber auch über die Problematik der Zusammenarbeit mit freikirchlichen Ausbildungsstätten diskutieren. Natürlich wird in diesem Gespräch auch Zeit sein, Fragen zu den neusten Personalentwicklung in der EKD zu stellen.

Personalentwicklungen wird es aber auch intern beim SETh geben. Ganz nach dem Motto „Alles neu macht der Mai“ stehen eine Reihe von Wahlen an. Wir wollen in der Nachfolge für Benjamin Apsel eine Studentin / einen Studentin nominieren,  welche/r sich in die Fachkommission I (Pfarramt) wählen lässt. Außerdem wird der Posten des/der Beauftragen für Datenverarbeitung neu gewählt. Der jetzige Inhaber Wolfgang Loest wird voraussichtlich nochmal kandidieren. Gesucht wird aber trotzdem jemand, der Lust hat, sich in diese komplexen Aufgaben einzuarbeiten, um die Nachfolge an zu treten.
Der SETh wird sein Gesicht auch mit der dritten Wahl verändern, denn Jan Ehlert wird nach drei Jahren Amtszeit aus dem Leitenden Gremium ausscheiden. Wer Interesse hat, sich neuen Herausforderungen zu stellen und Verantwortung zu übernehmen, wer  Lust hat, den SETh zu prägen und ihm sein Gesicht und seine Energie zu schenken, melde sich bitte beim LG! Nominierungsvorschläge für alle drei Ämter nehmen wir ab sofort entgegen.

Eine Errungenschaft des letzten Amtsjahres ist auch die neue Internetpräsenz des SETh. Es hat sich mittlerweile ein Team aus RedakteurInnen zusammen gefunden, die auf theologiestudierendende.de veröffentlichen. Diese neue Form der Zusammenarbeit wollen wir in unserer Satzung nun fest verankern und die Zuständigkeiten der Weiterentwicklung und Betreuung der Seite regeln.

Darüber hinaus gibt es wie immer tagesaktuelle Fragen und Entwicklungen, die in die Gestaltung des Programms einfließen werden, genau wie Eure Anregungen, Wünsche und Fragen.
Vorschläge hierzu könnt Ihr jederzeit an lg@interseth.de schicken.

Vor dem Start der Plenarsitzung am Freitagabend bieten wir am Nachmittag erneut das so genannte „forumBasis“ an. Besonders Neulingen möchte wir empfehlen, an diesem Programmpunkt teilzunehmen, da wir wieder vorab in die komplizierten Strukturen der verschiedenen Gremien auf kirchen- und hochschulpolitischer Seite mit einer kleinen Präsentation einführen wollen und die Arbeitsweise des SETh erläutern möchten.
Anders als zu Beginn der letzten Tagungen wollen wir dieses mal darauf verzichten, uns mit Verbesserungsmöglichkeiten für den SETh zu beschäftigen. Da die Arbeit derzeit sehr gut läuft und die Stellen, an denen es noch Verbesserungsbedarf gibt, bekannt sind. 

Stattdessen besteht die Möglichkeit sich über die Arbeit und die Möglichkeiten auf unserem Internetportal theologiestudierende.de zu informieren. Besonders diejenigen, die Interesse daran haben redaktionell oder im technischen Bereich das Projekt weiter voran zu bringen, sind herzlich eingeladen.

Die Anmeldung zu der VV  läuft, wie schon in gewohnter Weise, online. Hier könnt ihr euch anmelden. Beachtet bitte, dass die Anmeldung nur durchführbar ist, wenn ihr als Benutzer auf www.theologiestudierende.de bereits registriert und bei dem Anmeldevorgang eingeloggt seid. Wir bitten darum, so schnell wie möglich euch zu der VV anzumelden, um  dem Tagungsbüro die Planung zu erleichtern. Neu ist, dass es ab dieser VV die Möglichkeit gibt, den Teilnahmebetrag schon vorab zu überweisen.
Die Wegbeschreibungen und weitere notwendige Informationen erhalten alle Angemeldeten  kurz vor der Tagung per email.

Wir freuen uns auf ein gemeinsames Wochenende, voller Austausch, Ideen und geselligem Zusammensein!

Mit herzlichen Grüßen

Mareike Gintzel und Jan Ehlert
Studierendenrat Evangelische Theologie | Das Leitendes Gremium

PS: Deine Fachschaft oder dein Landeskonvent hat keine Einladung per Email erhalten? Meldet euch einfach per Email an info@interseth.de

Anfrage an alle Basen

Bild von Robert Kunkel

Hallo an alle Vertreter der Basen des SETh,

ich habe folgende Bitte an euch:

1. Könnt ihr herausfinden, welche Sprachen die LehramtsstudentInnen in eurer Fakultät für ihr Studium beherrschen müßen - staatl. Graecum oder fakultsinterne Prüfung (z.B. Neutestamentliches Griechisch oder ähnl.)?
2. Was müssen StudentInnen machen, die nicht die entsprechenden Sprachnachweise haben (also z.B. Wechsler, die mit NT-Griechisch an eine Fakultät kommen, die das Graecum verlangt)?
3. Wie hoch ist der Aufwand für den Spracherwerb? Wieviele Semesterwochenstunden sind eingeplant, wieviel Vor- und Nachbereitung ist erforderlich? Wie schätzen die StudentInnnen den Aufwand selbst ein - angemessen, zuviel, zuwenig?
4. Bei Kursen, die nicht auf das staatl. Graecum abzielen - haben die StudentInnen das Gefühl, praxisorientierter ausgebildet zu werden? Wie sind die Erfahrungen - ist es hilfreich, mehr die Sprache des NT zu lernen?
5. Wie ist die Integration des Sprachenerwerbs in das Bachelor-Creditpoint-System? Wird extra Zeit anerkannt oder finden die Kurse anstelle des Wahlbereichs/Schlüsselqualifikationen statt? Hintergrund ist die noch immer (seit ca. 15 Jahren) im Raum stehende Frage, ob man die Sprachenanforderungen für das Lehramt so verändert, dass sie a) praxisorientierter und b) weniger zeitaufwendig werden. Anscheinend hat aber noch niemand (!) nachgefragt, wie die gängige Praxis an den Fakultäten überhaupt ist.
Es wäre gut und hilfreich, wenn ihr ein paar LehramtsstudentInnen befragen könntet, die Eindrücke sammelt und bis zur Vollversammlung in Halle mitbringen könntet. Nehmt die Bitte ernst, denn sonst ändert sich für die Lehrämter nie was und der SETh schleppt seine Lehramtsvertretung weiterhin nur mit.


Liebe Grüße und Danke im Voraus,

Robert Kunkel (Vertreter der FK II)