Arbeitsverhalten und Motivation bei der Examensvorbereitung
Es kann durchaus sinnvoll sein sich über das eigene Arbeitsverhalten und Möglichkeiten zur Motivation Gedanken zu machen.
1.Arbeitsverhalten
Um das eigen Arbeitsverhalten zu dokumentieren und zu kontrollieren zu können bietet es sich an einen Tagesablaufplan zu führen mit folgenden Parametern:
TABELLE
Für die jeweiligen Bewertungen gilt:
- Kriterium: „Wie gut habe ich meine Arbeitszeit genutzt“ (A) und „Wie viel Spaß hatte ich daran“ (B).
- Tragen sie zur bewertung die Zahlen 1-7 ein (1=sehr schlecht genutzt/sehr ungern gemacht, 4 = weder besonders Gut noch besonders Schlecht, 7 = sehr gut genutzt/ sehr gern gemacht).
- Tragen ihre Tätigkeiten möglichst genau, zeitnah und mit Datum ein, damit keine großen Lücken durch vergessen uns ehnliches entstehen. Auch gehaltene Referate und besondere Erarbeitung sollen möglichst detailliert festgehalten werden
- Es sollte für sie im Nachhinein schlüssig sein was sie in der entsprechenden Zeit gemacht haben. Deswegen lohnt es sich feste Kategorien einzuführen wie z.B: Besuche regulärer Lehrveranstaltung, Lerngruppe oder Einzelarbeit.
- Geben sie sich darüber Rechenschaft ob sie neues gelernt haben und ob sie gesteckte Ziele erreicht haben.
- Alles was für die Tätigkeiten im Studium geilt, gilt auch für die außerhalb des Studiums. Sie sollen nachvollziehen können was genau gemacht wurde und ob sie es gern gemacht haben oder nicht.
2.Motivation
Die hier beschrieben Vorschläge sind aus einem Trainingsprogramm „Kompetenter lernen, systematischer Arbeiten“ hervorgegangen.
Problem: Sich nicht aufraffen können, sich nicht motivieren können.
Lösungsvorschläge (allgemein)
- realistisch planen (werder überfordern noch unterfordern)
- den überblick behalten
- Sich für die Arbeit belohnen/ etwas gutes gönnen
- Die positiven Lerneffekte genießen (Zeit sinnvoll nutzen; nicht völlig offen lassen z.B. für Grübelleien
- Die Ergebnisse genießen
- Individuell geeingente Lernzeit nutzen
- Sich orientieren, ob man besser mit oder ohne Zeitdruck lernen kann
- Sich daran orientieren, ob man besser mit einer begrenzten oder unbegrenzten Lernzeit auskommt
- Klar werden über eigene Ziele (Ziele fördern Motivation)
- Festgelegte Zeiten setzen und nicht erst warten bis man „Lust“ hat
- In der Bibliothek lernen
- Lerngruppen bilden
- Man kann versuchen sich für einen bestimmten Teilaspekt zu begeistern
- Versuchen Abneigungen gegen bestimmte Inhalte abzubauen
- Das Pflichtprogramm ergänzen (z.B. durch Vorträge und Tagungen)
- Sich Erfolgserlebnisse verschaffen (Zeitplan eingehalten und positive Rückmeldung anderer)
- Freie Tage einplanen
spezielle Lösungsvorschläge
Ablenkung von Außen (WG, Besuche, Telefon, etc.):
- Arbeitsplatz sollte entsprechend gestalltet sein (guter Stuhl, gutes Licht, gute Luft, nur Arbeitssachen).
- Gefahren der neuen Medien für die Konzentration erkennen (Händy ausstellen, Telefonanrufe auf später vertagen, für ein ruhiges Umfeld sorgen, Verabredungen erst nach der Arbeustzeit, falls nicht unbedingt notwendig auf PC und I-Net verzichten).
- Alltägliche Dinge von Arbeistzeit abtrennen (z.B. Staubsaugen erst nachher)
Ablenkung von Innen (z.B. Unruhe oder abschweifende Gedanken)
- Notizblock für Gedanken führen
- Pausen Wahrnehmen
- Zeit zum grübeln einplanen
- Sich Kurzfristige Zeile setzen, je nach Konzentrationsfähigkeit
- Angefangenes zuende bringen und erst dann zu neuem kommen
- Arbeitszeit und Freizeit trennen
- Stoffgebiete und Medien über den Arbeitstag wechseln
- Schwierige Materialien mal weglegen und setzen lassen
- Probleme aus mal beiseite schieben und vertagen
- Belohnen/Ausgleich schaffen auf den man sich freut
Gruppen:
