AG zur Planung des Schwerpunktthemas "Lebensformen" (VV 2011-01)
Single, same sex, Superfamilie - das Pfarrhaus an der Schwelle zum 21. Jhd.
1. Einführung
2. Podium
3. Papier
Vorhabenziel
Die sozialen Strukturen in Deutschland befinden sich in einem stetigen Veränderungsprozess: Geschlechterrollen verändern sich, sexuelle Orientierungen werden anders beurteilt und auch berufliche Zusammenhänge sind nicht mehr vergleichbar mit der Situation vor wenigen Jahrzehnten. Neben den traditionellen Familienkonstellation - bestehend aus erwerbstätigem Ehegatten, Hausfrau und gemeinsamen Kindern - treten zunehmend auch alternative Arten der Lebensführung, wie etwa gleichgeschlechtliche Partnerschaften oder sog. „Patchworkfamilien“, auf. Als gesellschaftliche Institution ist auch die Evangelische Kirche dieser Entwicklung unterworfen und muss sich besonders in Bezug auf das traditionell erwachsene Bild eines/r GemeindepfarrerIn der Diskussion um zeitgemäße Geisteshaltung stellen. Hierzu wird das Seminar „Lebensformen“ auf Basis von Stellungnahmen und Praxisberichten aus den jeweiligen Gliedkirchen der EKD zunächst die gegenwärtige Situation darstellen. Anschließend soll im Gespräch mit verschiedenen ReferentInnen ein Beitrag zum aktuellen Wertediskurs geleistet, sowie auf eine Sensibilisierung in Gesellschaft, Hochschule und Kirche hingewirkt werden.
Geplante Ergebnisverwertung
Die auf der Tagung erarbeiteten Ergebnisse sollen in eine schriftliche Stellungnahme münden, welche sich an das Kirchenamt der EKD und die AusbildungsreferentInnen richtet. Dieses Papier intendiert, der EKD und ihren Gliedkirchen auf der Tagung benannte mögliche Missstände und Diskrepanzen als auch entsprechende Anstöße aufzuzeigen. Ein Impulspapier wird an die einzelnen Landeskonvente der Studierenden adressiert, um auch dort diese für sie später relevante Problematik in die Diskussion zu bringen und sie bereits im Theologiestudium in dieser Hinsicht zu sensibilisieren. Letztendlich ist es das Ziel dieser Tagung und der beiden Schriften, der behandelten Thematik in allen Ausbildungsstätten und EKD-Gliedkirchen größeres Gehör zu verschaffen und dort eine Debatte anzustoßen.
