Werbung um neue Theologiestudierende
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Bleiben einige Kanzeln in Zukunft leer? Evangelische Kirchen suchen Nachwuchs. |
Mit einer Broschüre wirbt die Evangelische Kirche der Pfalz um neue Theologiestudierende, wie das Nachrichtenportal RheinNeckar berichtet. Mit einem eigenen Heft "Theologie studieren" soll Abiturientinnen und Abiturienten der Pfarrberuf aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt werden. Neben dem Beruf des Pfarrers und der Pfarrerin würden auch andere Berufsfelder wie die religionspädagogische Arbeit sowie diakonisch-soziale Berufe und Medien dargestellt. Die Broschüre gibt Aufschluss, was es heißt, evangelische Theologie zu studieren, wo sie studiert werden kann und zu wem das Fach passt.
Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) hat zu diesem Zweck seid einigen Monaten eine eigene Mitarbeiterin im Landeskirchenamt, die neben der Betreuung der bereits Studierenden, gezielt um Nachwuchs bei den SchulabgängerInnen werben soll. 1999 hatte die EKvW noch ein Assessementcenter eingeführt, durch das der Zugang ins Pfarramt kontrolliert werden sollte. Bisher hält man in Westfalen auch weiterhin an diesem Werkzeug der Personalplanung fest. Bei vielen Studierenden, die kurz vorm Examen stehen und damit bald das Assessementcenter absolvieren müssen, stößt dies auf Unverständnis: "Einerseits sortiert man uns aus, andererseits wirbt man um mehr Studierende - irgendetwas passt da nicht."
Auch die Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz (EKBO) steht vor einem Pfarrermangel. Oberkonsistorialrat Dr. Christoph Vogel, Leiter der Abteilung für Theologische Aus-, Fort- und Weiterbildung in der EKBO, wirbt daher in den Pfarrkonventen, dass Pfarrerinnen und Pfarrer Studiumswilligen nicht vom Theologiestudium abraten - das geschehe nämlich öfters als man meine - sondern selbst werben. Zudem soll stärker im Religionsunterricht auf die Möglichkeit des Pfarrberufs hingewiesen werden. Darüber hinaus will man nun auch auf außerkirchlichen Berufsmessen u.ä. präsent sein. Auch werden bereits ausgebildete Theologinnen und Theologen aus anderen Landeskirchen aufgenommen, vor allem aus dem Rheinland, aus Westfalen und teilweise auch aus Sachsen.
