Single, same sex, Superfamilie - das Pfarrhaus an der Schwelle zum 21. Jhd.
Die sozialen Strukturen in Deutschland befinden sich in einem stetigen Veränderungsprozess: Geschlechterrollen verändern sich, sexuelle Orientierungen werden anders beurteilt und auch berufliche Zusammenhänge sind nicht mehr vergleichbar mit der Situation vor wenigen Jahrzehnten. Neben den traditionellen Familienkonstellation - bestehend aus erwerbstätigem Ehegatten, Hausfrau und gemeinsamen Kindern - treten zunehmend auch alternative Arten der Lebensführung, wie etwa gleichgeschlechtliche Partnerschaften oder sog. „Patchworkfamilien“, auf. Als gesellschaftliche Institution ist auch die Evangelische Kirche dieser Entwicklung unterworfen und muss sich besonders in Bezug auf das traditionell erwachsene Bild eines/r GemeindepfarrerIn der Diskussion um zeitgemäße Geisteshaltung stellen. Hierzu soll das Schwerpunktthema mit dem Titel "Single, same sex, Superfamilie - das Pfarrhaus an der Schwelle zum 21. Jhd." auf Basis von Stellungnahmen und Praxisberichten aus den jeweiligen Gliedkirchen der EKD die gegenwärtige Situation darstellen. Im Gespräch mit verschiedenen ReferentInnen will die Vollversammlung darüber hinaus einen Beitrag zum aktuellen Wertediskurs leisten, sowie auf eine Sensibilisierung in Gesellschaft, Hochschule und Kirche hingewirken.
Die auf der Tagung erarbeiteten Ergebnisse sollen in einem Positionspapier zusammengefasst und veröffentlicht werden, welche sich an das Kirchenamt der EKD und die AusbildungsreferentInnen richtet. Dieses Papier intendiert, der EKD und ihren Gliedkirchen auf der Tagung benannte mögliche Missstände und Diskrepanzen als auch entsprechende Anstöße aufzuzeigen. Ein Impulspapier wird an die einzelnen Landeskonvente der Studierenden adressiert, um auch dort diese für sie später relevante Problematik in die Diskussion zu bringen und sie bereits im Theologiestudium in dieser Hinsicht zu sensibilisieren.
