Schweiz: Ökumenische Begegnungen über Fakultätsgrenzen hinweg
Aus der ganzen Schweiz kommen zweimal im Jahr Studierende sowohl der Evangelischen als auch der Katholischen Theologie zusammen. Im Zentrum der Arbeit steht neben dem gemeinsamen Kennenlernen von Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie der gastgebenden Fakultät ein Schwerpunktthema. In diesem Jahr wählte man sich den "christlich-jüdischen Dialog".
Im Bereich der Judaistik sprach der Rabbiner David Bollag über „Die Geschichte der jüdischen Orthodoxie“. Einen kirchengeschlichten Beitrag bot Prof. Dr. Markus Ries mit einem Vortrag über „Reformation – Gegenreformation – Konfessionalisierung“. In der Luzerner Synagoge und dem Institut für Jüdisch-Christliche Forschung (IJCF) informierten sich die Teilnehmenden dann über die Entwicklung des Judentums in der Schweiz seit dem Beginn des letzten Jahrhunderts.
Neben dem Schwerpunktthema ist der gemeinsame Studientag für die Delegierten der Schweizer Fakultäten auch Sitzungstag, um über gemeinsame Anliegen der theologischen Bildung in der Schweiz zu beraten. In diesem Semester vertrat Ina Oldigs das deutsche Pendant, den Studierendenrat Evangelische Theologie (SETh), in Luzern. Die Schweizer Delegierten zeigten großes Interesse an der Bandbreite der Arbeit des SETh und waren erfreut über die rege Beteiligung der Schweizer Hochschulen bei diesem Interfac-Tag.
Der nächste Interfac-Tag soll am 19. Mai in Einsiedeln stattfinden.
