"Nur ein erster Schritt zur Verbesserung" - Oldenburger Synode tagte

Landeskirche - Zu ihrer 4. Tagung kam die 47. Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg vom 19.-21. November zusammen. Ort der Tagung war die Heimvolkshochschule (HVHS) Rastede. Zur Beratung und Beschlussfassung standen u. a. der Haushalt Landeskirche, das Kirchengesetz über kirchliche Stiftungen, die weitere Planung des Evangelischen Bildungszentrums in Rastede und das Kirchengesetz zur Förderung des theologischen Nachwuchses auf der Tagesordnung.

Die bisher gesetzlich verankerte Zwangspause von mindestens zwei Jahren zwischen zweitem Examen und Probedienst wurde in den letzten Jahren durch die Regelung des sog. "Pfarrvikariats" umgesetzt. Diese Praxis stieß auf breite Kritik aufgrund des unsicheren Rechtsstatus und der empfundenen Willkür im Verfahren. Viele der zukünftigen Pfarrerinnen und Pfarrer wurden bis zu fünf Jahre mit 50% eines A9-Gehaltes bezahlt.

Die Begründung für diese Politik lag in der Postulierung eines Überschusses an Studierenden. OKRin Lenk beruft sich nun auf eine Berechnungsfehler und postuliert das Gegenteil: PfarramtsanwärterInnen werden dringend gebraucht. Die nunmehr gar dramatisch dargestellte Entwicklung in der Diskrepanz von notwendig zu besetzenden Pfarrstellen und Studierenden in Oldenburg begegnet die Kirche mit dem neuen Kirchengesetz "zur Förderung des theologischen Nachwuchses", das mit großer Mehrheit beschlossen wurde.

Die Oldenburger Theologiestudierenden und die Pfarrervertretung in Oldenburg sind der Auffassung, dass dies "nur ein erster Schritt auf dem Weg zur Verbesserung der Bedingungen und Möglichkeiten von Pfarrerinnen und Pfarrern in Oldenburg darstellen kann." Im Vergleich zu anderen Landeskirchen seien die Vergütung und die Entfaltungsmöglichkeiten nach wie vor eingeschränkt. "Ob der Bezug zur Heimat (wenn es so etwas gibt) und die Übersichtlichkeit und damit Vertrautheit der kleinen Kirche diese Defizite dauerhaft überbrücken können, ist die Frage."