Margot Käßmann als Gastprofessorin in Bochum

Lehre - Von Januar 2011 an wird die ehemalige Landesbischöfin und Ratsvorsitzende Margot Käßmann eine Gastprofessur an der Ruhr-Universität Bochum übernehmen.

Für 12 Monate soll Margot Käßmann als Gastprofessorin an der  Evangelisch-Theologischen Fakultät in Bochum lehren und forschen. Im Mittelpunkt soll dabei das Gebiet der Ökumene und Sozialethik stehen. Bereits 1989 hatte Käßmann mit einer Arbeit über "Armut und Reichtum als Anfrage an die Einheit der Kirche" an der Bochumer Fakultät bei Konrad Raiser, dem späteren Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, promoviert. In den vergangenen Jahren zeigte Käßmann mit Fachartikeln und Büchern immer wieder ihre wissenschaftliche Orientierung.

"Margot Käßmann  hat beispielhaft zum Wissenstransfer theologischer Theorie in die Öffentlichkeit beigetragen und ist daher für die Gastprofessur hervorragend qualifiziert", sagte Rektor Prof. Elmar Weiler in der Süddeutschen Zeitung. Die Theologin werde als erste Wissenschaftlerin eine neu eingerichtete Gastprofessur besetzen, die nach dem verstorbenen Bochumer Kunstgeschichtler Max Imdahl benannt sei. Vor ihrer Professur in Bochum geht die Theologin ab August für vier Monate an die Emroy-Universität in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia.

Ab kommenden Jahr wird sie zunächst eine öffentliche Gastvorlesung halten und darüber hinaus einzelne Veranstaltungen für Studierende der Fakultät anbieten. "Im Sommersemester wird sie ganz regulär in den Lehrbetrieb eingebunden sein", teilte die Fakultät auf ihrer Internetseite mit. Welche Veranstalungen das sein werden, steht bisher noch nicht fest.

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