Lesen Jugendliche in der Bibel?

Studie - Wie stark Jugendliche Medien wie Internet, Fernsehen oder Zeitungen und Bücher nutzen, um sich über Religiosität und Spiritualität zu informieren, wollen die Medienarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und die Bertelsmann Stiftung in einer gemeinsamen Untersuchung herausfinden. Hierfür wird das Befragungstool "Religionsmonitor" der Bertelsmann Stiftung um entsprechende Fragen erweitert.

So will man von jungen Menschen wissen, wie oft sie beispielsweise in der Bibel oder im Koran lesen, Bücher über das christliche Familienleben bzw. Partnerschaft und Kindererziehung studieren, sich mit Ratgeberliteratur zur Bewältigung von Lebenskrisen beschäftigen oder eher in sozialen Netzwerken wie Facebook zum Thema chatten und wie oft sie in den letzten zwölf Monaten Bücher und Medien mit religiösen Inhalten gekauft haben.

Bereits seit 2007 versucht man mit dem Religionsmonitor, der gemeinsam von Psychologen, Theologen, Soziologen und Religionswissenschaftler entwickelt wurde, weltweit Religiösität und Glaube zu messen. 2008 wurden in einer gesonderten Untersuchung 7.000 Onlinefragebögen, von jungen Menschen im Alter von 17 bis 21 Jahren ausgewertet. Mit ersten Ergebnissen wird Ende 2010 gerechnet.

Oberkirchenrat Udo Hahn, Leiter des Referates "Medien und Publizistik" im Kirchenamt der EKD, erwartet von den Ergebnissen Rückschlüsse für die zahlreichen kirchlichen Angebote sowie ihr nahe stehender Verlage und Buchhandlungen. "Wir werden sehen, welche Chancen das gedruckte Wort hat und wie wir etwa unsere Printprodukte und unsere Internetpräsenz weiter entwickeln müssen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind auch wichtig für die Aktivitäten des Evangelischen Medienverbandes in Deutschland und der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger, die wir mit dieser Umfrage gerne unterstützen. Die Ergebnisse versetzen uns hoffentlich in die Lage, unsere Produkte noch besser auf die Zielgruppe zuzuschneiden."

ekd.de