Konfliktfeld Homosexualität: Rückendeckung für Buß
Debatte geht weiter - Präses Buß demonstrativ den Rücken stärken und gleichzeitig mehr Liberalität im Umgang mit Homosexualität erreichen, das ist das erklärte Ziel der UnterzeichnerInnen einer Onlinepetition, die seit gestern im Internet kursiert. Anlass dieser Petition war ein offener Brief an Buß, in dem diesem von einigen PfarrerInnen vorgeworfen worden war, seine Haltung zur Homosexualität entferne ihn "von der biblischen Orientierung".
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Onlinepetition |
Diesem Vorwurf stellen sich nun die über 100 ErstunterzeichnerInnen der Petition entgegen. Neben ihrer Unterstützung für Buß und der Verteidung seiner Positionen, erweitern sie ihre Stellungnahme auch noch um eigene Gedanken: Die biblische Botschaft der Annahme jedes Menschen unabhängig von seiner sexuellen Orientierung sei auch und gerade für die heranwachsende Generation wichtig. "Sie wird sie nicht verunsichern, sondern im Gegenteil befreien und stark machen, ihre sexuelle Orientierung zu entdecken und verantwortunsgbewusst zu leben", so der Wortlaut der Petition. Insofern sei diese Botschaft Bestandteil der befreienden Botschaft des Evangeliums von Jesus dem Christus.
Im Punkt der Trauung von homosexuellen Paaren, gehen die UnterstützerInnen sogar noch einen Schritt weiter und fordern die vollständige Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, da es auch in diesen häufig genug Kinder gebe und somit kein Unterschied zu einer heterosexuellen Beziehung erkennbar sei. "Wenn in einer Partnerschaft generationenuebergreifende Verantwortung gelebt wird, so ist dies Grund genug, dies staatlich, aber auch kirchlich anzuerkennen und zu fördern."
Ein ambitioniertes Ziel, dessen ist man sich durchaus bewusst. Aus diesem Grund begrüße man die Anregung des Präses,die Diskussion nicht abreißen zu lassen, so die InitiatorInnen. Das letzte Wort aber, soviel ist sicher, ist in dieser Angelegenheit noch lange nicht gesprochen.
