Herta Müller prangert an oder Wenn’s um die Wurst geht!
Vorwurf gegen Kirchentag - Wir haben uns alle mit ihr gefreut! Völlig überraschend wird Herta Müller, der rumänisch-deutschen Schriftstellerin in diesem Jahr der Literaturnobelpreis verliehen. In ihren Büchern, in denen sie „die Verstummten zum Wort zu erweckt“, wie es Ilja Trojanow so schön beschrieben hat, schreibt sie über die Erlebnisse der Vertriebenen während des 2.Weltkrieges und leistet damit einen ungeheuren Beitrag zur Aufarbeitung dieser schrecklichen Erfahrungen.
Das sah auch die Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen so und verlieh ihr den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis.
Herta Müller bedankte sich mit einer Rede und einer Lesung aus ihrem Buch. In diese Dankesrede ließ sie Kritik an der EKD bzw. am deutschen evangelischen Kirchentag 1989 (DEKT) einfließen.
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Sie bezieht sich in ihrer Rede auf die Abschrift eines Telefonats, die ihr von Unbekannten zugespielt worden sei. Diese enthalte ein Gespräch zwischen dem evangelischen Bischof in Rumänien, Albert Klein (1910-1990), und dem schaumburg-lippischen Bischof Joachim Heubach. Inzwischen hat sich die EKD zu den Vorwürfen geäußert- man müsse die Vorwürfe prüfen, heißt es aus Hannover. |
Ein wenig unbehaglich wird einem schon, wenn man die Stellungnahmen liest und darin von rumänischen Geheimdiensten die Rede ist. Das kann doch gar nicht alles so koscher sein. Es bleibt abzuwarten, was die EKD bei der Prüfung der Ergebnisse herausfindet-
Wir bleiben am Thema dran.
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