Google will Qumranschriften veröffentlichen
Bereits in den kommenden Monaten sollen die ersten Bilder kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Originale, die derzeit in Jerusalem aufbewahrt werden, sollen so zum einen geschützt und konserviert werden, zum anderen will google den Zugang zu den Fragmenten erleichtern. Das käme vor allem Forschern zugute, die bereits seit Jahren beklagtn, dass ein Zugang zu den Stücken fehle.
Die Kopien sollen sogar besser sein als die 2000 Jahre alten Originale. Die IAA will mit Hilfe von Multi-Spektral-Imaging-Technologie, die von der US National Aeronautics and Space Administration entwickelt wurde, hochauflösende Bilder aufnehmen, um aus verblassten Texte, neue Buchstaben und Wörter erkennen zu können. Einige Textstellen, so hofft mann, der nach ihrem Fundort benannten Qumran-Rollen werden dann erstmals wieder lesbar sein. IAA Projekt-Direktorin Pnina Shor sagte auf der Pressekonferenz in Jerusalem, dass sie Schriften der glücklichste Fund aus dem 20sten Jahrhundert ist und man sehr stolz ist, dieses Wissen auch in das nächste Jahrhundert weitergeben zu können. Damit das reibungslos geht, wird Google eine Art Galerie online stellen, mit der sich übergreifend in Text suchen lässt.
Doch das Verfahren ist schwierig, da die Textfragmente sind auf Pergament, Papyrus oder gegerbtem Leder geschriebenen und damit so empfindlich, dass sie in speziellen Vitrinen oder Dunkelkammern mit strenger Kontrolle von Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufbewahrt werden müssen. Das komplette Projekt, so schätzt man, wird sich auf 2,5 Millionen Euro (also 3,5 Millionen US-Dollar) belaufen. Aber Google steht voll hinter dem ehrgeizigen Projekt: „Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder mit einer Internet-Verbindung auf die allerwichtigsten Werke dieser Menschheit zugreifen kann”, so Yossi Mattias, Google Tel Aviv R&D Center.
