"Du kannst nicht tiefer fallen als in Gottes Hand"


Die EKD Ratsvorsitzende, Landesbischöfin Käßmann ist am 24.02 um 16 Uhr mit sofortiger Wirkung von allen ihren Ämtern zurückgetreten. Sie bleibt weiterhin Pfarrerin der hannoverschen Landeskirche.

Trotz großer Unterstützung aus den eigenen Reihen und dem uneingeschränkten Vertrauen des Rates der EKD hat die Bischöfin heute ihren Rücktritt bekanntgegeben.

Käßmann im Wortlaut

Sie bereue ihren schweren Fehler zutiefst und mache sich alle berechtigten Vorwürfe. Allerdings hätte sie nun keine Freiheit mehr ethische Fragen zu beantworten und ihre persönliche Überzeugungskraft habe gelitten.

"Bleibe bei dem was dein Herz dir rät", ein Jesus Sirach Wort, habe ihr ein enger Berater mit auf den Weg gegeben. Dieses würde sie nun befolgen, gerade, weil ihre Geradlinigkeit, die ihr persönlich besonders wichtig sei gelitten habe.

Das Redaktionsteam von theologiestudierende.de bedauert den Verlust, der durch diese Entscheidung für die EKD entstanden ist. Außerdem ist zu hoffen, dass die EKD nicht von ihrem eingeschlagenen progressiven Weg abweicht und hinter die von Frau Käßmann vertretenen Positionen zurückfällt.

 


War der Rücktritt notwendig? Eure Meinung ist gefragt!

Black Wednesday

Bild von Steve Henkel

Ein schwarzer Tag für die EKD und das Christentum in Deutschland.

Wir haben unsere präsentetste und glaubwürdigste Repräsentantin verloren.

Die Diskussion muss weiter gehen

Bild von Julia-Rebecca Riedel

Tatsächlich ein schwarzer Tag!

 

Aber: Ist der Rücktritt einfach bequem? Konsequent? Gerechtfertigt? 

 

Ich finde die Diskussion muss weiter gehen, denn was sie bei der Pressekonferenz gesagt hat, dass ihr ihre eigene Gradlinigkeit wichtiger als alles andere sei, finde ich absolut bewundernswert. Das macht sie für mich - die mit Käßmann sonst nicht viel am Hut hat - zum Vorbild. Sie ist sich eine vielleicht zu scharfe Kritikerin, wenn sie sich derart radikal zurückzieht und der EKD tut es mehr als weh, denn es ist ein herber Verlust. Käßmann war und ist und wird es vermutlich bleiben: Progressiv. Man stößt sich an ihr und das ist auch gut so. 

Ich stimme den andere

Bild von Hanna Schramm

Ich stimme den andere Kommentaren zu. Ich war traurig, als ich von dem Rücktritt erfahren habe. Ich fragte mich dann auch, ob es nicht zu schnell und zu einfach war. Aber ihre Rede hat auch überzeugt, dass sie ihren Rücktritt für das Beste hält und eben authentisch ist. Ich hoffe, dass Margot Käßmann in Zukunft in anderer Form die evang. Kirche in Deutschland weiterhin so glaubwürdig vertreten kann.