"Den Bildungsauftrag ernstnehmen!"
Mit dem veröffentlichen Papier will der SETh in der gegenwärtigen Debatte um das Bildungssystem auf das Selbstverständnis des Theologiestudiums und auf den für das Theologiestudium in Deutschland konkreten Handlungsbedarf hinweisen. Theologie sei eine "bekenntnisgebundene wissenschaft" die mit Blick auf den Pfarrberuf eine starke Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit unumgänglich mache. Darüber hinaus bestehe eine enge Verbiundung zwischen "wissenschaftlkichem Anspruch" und gesellschaftlicher Relevanz".
Theologische Bildung dürfe deshalb nicht ausschließlich die Vermittlung wissenschaftlicher Methoden, Fertigkeiten und Kompetenzen im Blick haben, sondern müsse "stets auch den Prägungen und Neigungen der Einzelnen Rechnung tragen". So fordert der SETh die Möglichkeit zum Teilzeitstudium und flexible Ausnahmeregekungen und keine normiertes Studium, dass nur für ein bestimmten Klientel zugeschnitten ist.
Konkret weist der SETh in seinem Papier auf die Punkte Mobibilität, Anerkennbarkeit von Leistungen hin. Besonders die Möglichkeit ehrenamtliches Engagement in den Studienverlauf integrieren zu können wird betont. Gerade dort könnte man "die oft eingeforderten 'soft-skills' selbstständig und nachhaltig erwerben". Also konkrete Möglichkeit zur Umsetzung weist der SETh dabei auf auf die einigenorts bereits gängige Praxis hin, Module im Wahlbereich anzubieten, durch die "Engagement mit Leistungspunkten versehen wird.
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Mit einem offenen Brief an die Ausbildungsreferentenkonferenz (ARK) und den Evangelisch-Theologischen Fakultätentag (E-TFT) prangert der SETh das Fehlen einer Prüfungsordnung für das modularisierte Pfarramtsstudium und die daraus entstandene prekäre Studiensituation an. In NRW etwa war so das Problem entstanden, dass das Landeshochschulgesetz zu Prüfungsleistungen verpflichtet, um ein Modul abzuschliessen. Dazu wäre eine Prüfungsordnung notwendig, wie sie der Evangelisch-Theologische Fakultätentag im Oktober 2009 bereits verabschiedet hatte, die von den Landeskirchen in der Ausbildungsreferentenkonferenz aber abgelehnt wurde. Die Einführung eines modularisierten Pfarramtsstudiums, wie es die Vereinbarung zwischen den beiden großen Kirchen und der Kultusministerkonferenz vorsieht, ist daher zur Zeit nicht möglich. Er fordert nun eine schnelle Einigung zwischen ARK und E-TFT.
