Älteste Bibelhandschrift live in Leipzig

Der Codex Sinaiticus gilt neben dem Codex Vaticanus als älteste erhaltene neutestamentliche Handschrift und ist ab dem 18. Februar in der Leipziger Universiätsbibliothek in einer Ausstellung zu sehen.

Konstantin Tischendorf, Leipziger Theologieprofessor, hatte 1843 ingsesamt 43 Pergamentblätter der Handschrift von seiner Reise auf den Sinai nach Leipzig gebracht. Seitdem werden sie dort in der Universitätsbibliothek aufbewahrt. Zusammen mit späteren Funden umfasst der Codex mehr als 1.000 Seiten, die zu Teilen in der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg sowie in der British Library London aufbewahrt werden.

Gemeinsam hatten die drei besitzenden Institutionen bereits eine Internet-Edition erstellt. Nach drei Jahren Arbeit sind nun hochauflösende Scans des Codex Sinaiticus einsehbar. Nun ist darüber hinaus ein Faksimileband im Überformat zustande gekommen, der am 6. Januar in Leipzig präsentiert wird - Preis: ca. 600 Euro.

Unter dem Titel "Tischendorf und die Suche nach der ältesten Bibel der Welt" widmet sich eine Ausstellung ab dem 18. Februar in der Lepziger Universitätsbibliothek neben dem Codex selbst auch der Person Tischendorfs und seiner Forschung.

Der Codex Sinaiticus umfasst große Teile des Alten, sowie das gesamte Neue Testament. Für die Herstellung des Bibelmanusskripts aus dem 4. Jahrhundert wurden die Häute von schätzungsweise 700 Ziegen benötigt. Einige Forscher halten die frühe Bibelausgabe für eines der fünfzig Exemplare, die Kaiser Konstantin I. in Auftrag gab.