Zwischenruf Wir schaffen… Ein Text über die Unappetitlichen

„Wir schaffen das“, sprach die deutsche Kanzlerin Merkel. Und alle „Reichsbürger“ standen auf und sprachen: „Nein, wir können das nicht“. Soweit die Geschichte der letzten  Jahre. Wir befinden uns nach wie vor in der Schwebe, wohin die weitere Reise geht. Manche Staaten haben die Rechten in die Regierung geholt, andere sind noch dabei, dies tunlichst zu verhindern.

In Österreich sieht die Situation anders aus. Zwei Landesregierungen und die  Bundesregierung haben Regierungen unter „blauer“ Beteiligung. Und nein, es ist nicht nur die türkise Partei, die sich das „traut“, sondern es sind auch die Sozialdemokraten, die in einer Landesregierung das – in den letzten Tagen besonders unwürdige – Spiel mitmachen. Und dann hat sich das „linksextreme Wiener Nischenmagazin Falter“ [1] tatsächlich getraut, die „Bombe“ platzen lassen.

Zur Landtagswahl in Niederösterreich tritt die FPÖ mit dem jungen Spitzenkandidaten Landbauer an. Und dieser ist in der pennalen Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt nicht nur aktiv, sondern er ist Vize-Obmann und im Wahlkampf wird aufgedeckt: Ausgerechnet vom „Falter“. Diesem wurde ein Liederbuch zugespielt. Fröhlich-schunkelnd bei Kerzenschein wird auf den Buden gesungen. Mit geschwärzten Liedtexten, wie uns der Vize-Obmann klar macht. [2]

„Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million“, kam nicht 1939 ins Liederbuch, sondern 1997. [3] Natürlich hat niemand etwas davon gewusst und nein, die FPÖ hat gar nichts mit den Burschenschaften zu tun. Und dann, weil man bei der ganzen Geschichte ohnehin  den Würgereiz nicht mehr unterdrücken kann, heißt es von der niederösterriechischen FPÖ auch noch: „Jetzt erst recht“. [4] Landbauer for Landeshauptmann!

Es fehlen einem die Worte.

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