24. Dezember Heiligabend

Ein wildes Durcheinander aus Mützen und Jacken, Geschenken und Kerzen, Kindergeschrei und Lachen. Geschirrberge in der Küche; eine Spielewiese auf dem Wohnzimmerboden. Es wird spät.

Hinter den letzten schließe ich die Tür. Atme tief ein.

Und langsam wieder aus.

Stille.

Ich lösche das Licht, lasse nur die Kerzen noch brennen. Ich setze mich in meinen Sessel, der einmal dein Sessel war und schließe meine Augen.

Ich bin alleine, aber ich stelle mir vor, du wärst hier.

Ich erzähle dir von meinem Weihnachtsabend.

Vom Gottesdienst.

Von den Kindern.

Von den Enkelkindern.

Von der Aufregung.

Von dem großen und dem kleinen Drama.

Von gebrochenen Herzen und verlorenen Milchzähnen.

Von Erfolg und Misserfolg.

Von einer langen Umarmung.

Ich denke an die vielen Weihnachtsabende zurück, die wir gemeinsam verbracht haben und bin dankbar für die Zeit, die ich mit dir teilen durfte.

Auch wenn ich alleine bin und auch wenn du fehlst, muss ich doch nicht einsam sein.

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