Wir bewegen Wissen Das Evangelische Studienwerk Villigst
Foto: Groundhopping Merseburg (CC BY-NC 2.0)

Das neue Semester beginnt, und damit entscheiden sich auch wieder viele Menschen zum Studium an einer Universität! An DICH richtet sich dieser Text. An Dich, der oder die Du gerade dein Studium beginnst (welche Fachrichtung auch immer), oder ein Promotionsprojekt anfangen wirst.

Ich habe im Herbst 2015 mein Theologiestudium begonnen und bin dabei auf das Evangelische Studienwerk Villigst aufmerksam geworden. Dies geschah vor allem über die Internetseite des Werkes. Da mir das Profil von Villigst gut gefiel, dachte ich, einen Versuch ist es wert. Ich war während des Bewerbungsverfahrens sehr aufgeregt…was schreibt man überhaupt in einen Erfahrungsbericht? Und was könnte wohl in den Gesprächen gefragt werden? Nach einigen Monaten des Wartens, Zettel-Wirrwarrs und einigen Bahnfahrten war es dann so weit: Den Tag, an dem ich den Briefkasten öffnete und den großen dicken Umschlag vorfand, werde ich sicher nie vergessen.

Mit der Aufnahme ins Studienwerk wurden alle Stipendiaten zu einer Einführungswoche eingeladen. Das fand ich super, da ich so die Stipendiaten ohne Leistung- und Konkurrenzdruck kennenlernen konnte. Ich erinnere mich noch gut an den Abschlussabend, an dem alle in den witzigsten Kostümen verkleidet erschienen. Alle wurden von dem „Villigster Geist“ erfasst: Stipendiatin bei Villigst zu sein bedeutet für mich vor allem, ein Netzwerk mit vielen interessanten Menschen zu haben. Über die Ortskonvente trifft man die Stipendiaten aus der selben Universitätsstadt. Da wird dann auch mal Pizza bestellt und über den nächsten gemeinsamen Kinobesuch nachgedacht.

Auch, dass man mit vielen Studierenden aus anderen Fachrichtungen Kontakt hat, empfinde ich als sehr bereichernd. Ich sehe mein Studium im Hintergrund der verschiedenen Fachrichtungen auch aus dem Blickwinkel „Was kann ich mit meinem Studium und was können die anderen mit ihrem Fach für die Gesellschaft tun?“.

Wenn Du nun neugierig geworden bist und ebenfalls über eine Bewerbung nachdenkst, möchte ich Dir die wichtigsten Fakten im Folgenden kurz zusammenfassen:

Das Werk zählt zu den 13 großen Begabtenförderungswerken in Deutschland. Das heißt, Villigst vergibt Stipendien an Studierende, die sich bis zum dritten Fachsemester bewerben, sowie an Promovierende. Der Sitz des Werkes befindet sich in Schwerte.

Vielleicht fragst Du Dich, ob sich eine Bewerbung überhaupt lohnt. Dabei sind nicht alle Villigster Einser-Abiturienten. Besonders wichtig ist dem Evangelischen Studienwerk Deine Persönlichkeit und Dein gesellschaftliches Engagement. Egal ob bei der Schülerzeitung, im kirchlichen Bereich oder im Sportverein: Du engagierst Dich und stehst für Deine Interessen ein? Dann bewirb Dich!
Das Stipendium umfasst nicht nur die finanzielle Förderung, welche den Bafög-Richtlinien ähnelt, sondern ein umfassendes Bildungsprogramm wie die Sommeruni, die Ortskonvente in den Unistädten sowie das hohe stipendiatische Mitbestimmungsrecht in den verschiedenen Gremien und vieles mehr. Als Stipendiat betreut man außerdem mindestens einmal eine Vorauswahl und wirkt zum Beispiel an der Stipendiatenbetreuung oder der Öffentlichkeitsarbeit in Form von Ständen bei Studieninformationstagen mit.

Um am Bewerbungsverfahren teilzunehmen, müssen zunächst einige Unterlagen eingereicht werden. Diese findest Du hier.
Die Fristen sind der 01.03. für das Wintersemester und der 01.09. für das Sommersemester.
Wenn diese Unterlagen alle fristgerecht eingegangen sind, werdet Ihr zu einer der Vorauswahlen eingeladen. Bei dieser erhaltet Ihr vorher in Form von Keksen, Getränken und einem netten Gespräch Beistand durch einen Stipendiaten oder eine Stipendiatin. Die Vorauswahl selbst gestaltet sich als ein Gespräch zwischen Dir und einem Gremium, in dem auch immer ein Stipendiat dabei ist. Stipendiatische Mitbestimmung wird beim Evangelischen Studienwerk Villigst groß geschrieben!
Ich weiß noch, dass ich wahnsinnig aufgeregt war, das Gespräch allerdings von einer sehr freundlichen Atmosphäre geprägt war. Hilfreich ist es sicherlich, sich die Inhalte der eingereichten Unterlagen noch einmal anzuschauen.

Wenn Du bei dieser Vorauswahl erfolgreich teilgenommen hast, wirst Du zu einer zweitägigen Hauptauswahl ins Haus Villigst in Schwerte eingeladen. Dort durchläufst Du dann zwei Gruppenphasen und ein Einzelgespräch. So anstrengend es sich auch anhört, so lohnenswert ist allein schon dieses Wochenende im Haus Villigst, da Du viele verschiedene Menschen kennenlernst, bereichernde Gespräche führst und vieles mehr.

Nach einigen Wochen wirst Du dann über den Ausgang der Hauptauswahl informiert und damit auch darüber, ob Du als Stipendiatin oder Stipendiat ins Evangelische Studienwerk aufgenommen wurdest. Ich wünsche Dir viel Erfolg!

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