Was sagt ihr, wer ich bin? Vom Berufenheitsgefühl und der Stimme der Anderen

Im Medizinstudium, hat mir eine liebe Freundin vor Kurzem gesagt, gibt es zwei Arten von Studenten: Diejenigen, die einfach ein gutes Abi gemacht haben und die, die wirklich Medizin studieren wollen – egal, wie das Abi war.

Zur Not wartet man eben viele, viele Semester.

Bei Theologie scheint es mir vor allem von der zweiteren Sorte Studenten zu geben.

Ohne das Warten allerdings.

Erst am Wochenende hatte ich wieder so eine Begegnung.

Mitfahrgelegenheit, alle steigen ein, und es wird in der Runde gefragt, was „man macht“.

Studieren – ungefähr alle.

Lehramt – die meisten.

Theologie – und dann sind alle Augen auf dich gerichtet. „Dann musst du ganz schön gläubig sein.“ Ich kichere. „Das muss man aber wirklich wollen, oder?“

Fast alle Theologiestudierenden, die ich in den letzten Jahren gefragt habe, sagen das: „Ich studiere, weil ich eine Berufung dafür spüre.“

Schon ein oberflächlicher Blick verrät: Theologie studieren ist eine Lebens-weg-Entscheidung, nicht nur ein Schritt nach dem Abi.

Junge, unbedarfte Student*Innen betreten die ehrfurchtgebietenden Hallen, schlagen die ersten Folianten mit den Logien Schlatters, oder Pannenbergs, oder Schüssler-Fiorenzas auf, riechen den Staub, erkennen die Macht, und wissen sich an dem Ort, den sie niemals mehr verlassen möchten.

Theologie, so ist das Erleben, hört man nie auf zu studieren.


Das ist eine romantische Vorstellung, und so lange die eigene Seele mitspielt, dann weiß man sich auch diesem wichtigeren, größeren Plan verbunden, und die Schritten gehen leicht.

Schwierig wird es für den Theologiestudierenden nur, wenn die eigene Seele sich – Lots Frau nicht unähnlich – immer wieder umdreht, und dadurch zu merken, dass da vorne nur die Berge, nur karge Höhlen und lange Strecken angsterfüllender Einsamkeit warten.

Diese Visionen müssen nicht einmal der Wahrheit entsprechen, um die Seele zum erzittern zu bringen. Und wo die Seele des Theologiestudierenden zittert, da erbebt das ganze Gebäude, in das man sein kleines Leben einquartiert hat.

Zumindest dann, wenn der Grundstein für das Berufenheitsgefühl die Standhaftigkeit der eigenen Seele ist.

Dann zittert der Grundstein, und mit ihm das ganze Haus.

Theologiestudent*Innen sehen sich in ihrem Studium einer existenziellen Betroffenheit ausgesetzt, die sich auch nach Vorlesung und Klausurenmarathon nicht in Wohlgefallen auflöst. Manche Gedanken können dafür sorgen, dass man nachts wach liegt. Es mögen die Gedanken der Professorin sein, oder in einem Buch aufgesogene Gedanken. Oftmals sind es aber die Gedanken der Freunde.

Denn Theologiestudent*Innen sind nicht erst in Zukunft, sondern schon in der Gegenwart Berufsgläubige. Zumindest fühlt man sich als solcher, auch wenn der eigene Charakter dieser Aufgabe noch nicht annähernd gewachsen ist.

In all diesen Dingen kann einem die eigene Berufung schon mal aus den Augen geraten. Konfrontiert mit mehr Fragen und Anliegen, als man jemals schultern kann, schrumpft die eigene Existenz auf Erbsengröße zusammen. Dann ist alles, was der Theologiestudierende noch tut, wie der große Finger Johannes des Täufers auf dem bekannten Isenheimer Altarbild, auf den Christus zu deuten, den zu verkünden doch irgendwann mal Ziel des ganzen Studiums war.

Was also tun, wenn die eigene Berufung nicht nur verdeckt ist, sondern sich schon seit geraumer Zeit nicht mehr hat blicken lassen? Welchen Weg einschlagen, wenn sie nicht einmal mehr auf SMS zu antworten scheint, und deine Anrufe immer wegdrückt – übertragend gesprochen?

Es ist der viel-zitierte Gedanke Dietrich Bonhoeffers, der mich in allen diesen Zeiten bei der Stange hält: „Der Christus im eigenen Herzen ist schwächer als der Christus im Worte des Bruders; jener ist ungewiss, dieser ist gewiss.“ (Gemeinsames Leben, München: Chr. Kaiser 1970, S.14)

Mit meiner eigenen Berufung kämpfend merke ich, dass es mir wenig hilfreich ist, mich in mich selbst zu verkrümmen und irgendwo die Erinnerung an ein mächtiges Berufungserlebnis auszugraben. Hilfreich ist es mehr, die Menschen um mich herum zu fragen, die ein klareres Bild haben – von mir, und von einem möglichen Dienst.

Aber das führt auch zu einer ganz anderen Antwort, als ich auf die Frage nach meiner Berufung immer geben wollte. Nicht steht dann meine Kraft im Vordergrund, und die eigene Möglichkeit selbst Durststecken zu überstehen. Aber auch der Blick zurück fällt dann weniger dramatisch aus.

Meine Berufung, heißt das, bestätigt sich im Blick auf meine Geschwister.

„Glaubt ihr, ich soll das machen?“

Und wenn ja, dann gehe ich diesen Weg weiter.


Worin findet ihr Bestätigung für euren Weg, wenn das eigene Gefühl euch im Stich lässt?

9 Kommentare anzeigen

  1. Christopher

    Hallo!

    Vielen Dank für den Einblick in das Thema! Ich fand deinen Artikel sehr interessant, obwohl bzw. gerade weil ich auch andere Erfahrungen gemacht habe. Ich selbst studiere an der Uni Marburg. Obwohl so eine kleine Entfernung zwischen der Freien Theologischen Hochschule Gießen und hier liegt, ist die Prägung der Studierenden ja sehr unterschiedlich.

    Ich kenne nur sehr wenige Leute, die schon mit einem Gefühl von Berufung an das Theologiestudium herangehen. Daher ist die existentielle Frage der eigenen Berufung für die meisten ständig vorhanden, und erst aus der langen Beschäftigung damit kristallisiert sich eine Antwort heraus. Da die meisten selbst vor der Frage stehen, gibt man noch weniger dazu einem anderen einen einfachen Rat.

    Gerade in dieser Hinsicht beneide ich manchmal die Studierenden von privaten evangelischen Hochschulen (aber auch katholische Priesteramtsanwärter), bei denen die Frömmigkeit bereits im Studium eine große Rolle spielt. Gerade im sehr liberalen Marburg, wo (nicht zu unrecht) besonders auf die allgemeine Wissenschaftlichkeit geachtet wird, nimmt dies kaum Platz ein. Daher ist der Weg der Studierenden wohl auch ein anderer.

    Das folgende ist eine grobe Vereinfachung, beides gibt es bei beiden Seiten, aber: Viele Studierende aus dem evangelikalem Kontext stehen sind in ihrem Glauben sehr gefestigt und sicher. Sie kommen durch die vielen Fragen und Probleme im Blick auf ihre Berufung in Anfechtung. Viele Studierende aus liberalerem Kontext haben ein starkes Bewusstsein dafür, wenig zu wissen und in vielen Dingen zu zweifeln. Das wirkt sich natürlich auf die eigene Glaubensgewissheit aus, unabhängig davon, wie tief der Glaube wirklich ist. Ihnen ist die Frage von so etwas Absolutem wie der Berufung sozusagen von Haus aus besonders schwer.

    Im Laufe des Studiums zeigt sich dann mehr als woanders, ob das eigene Selbstverständnis vor Gott und vom eigenen Lebensentwurf auf Fels oder Sand gebaut ist. Egal ob man bereits einen sprudelnden Glaubensquell hat oder ob man ungewiss vor einem großen Meer steht: Letztlich zieht es jeden dann in die Wüste, in der mit den eigenen Unsicherheiten gerungen wird. Ich hoffe auch, dass jeder dort einen Johannes findet, der ihn dort wieder zum lebendigen Wasser weist.

    Soweit mein Dank für deinen interessanten und poetischen Artikel :-)

    • Guten Abend!

      Danke für die Rückmeldung. Ich habe natürlich aus einem sehr subjektiven Horizont heraus geschrieben, wie sollte ich anders. Ich verbringe aber regelmäßig Zeit an der Theologie in Marburg, weil eure Bibliothek einfach ein Geschenk ist ;-) Ich habe dort in Kaffeepausen oder auch zum Mittag gerne mal kurze Gespräche mit dem einen oder anderen von euch gesprochen, und habe dabei auch oft eine Form von „Berufung“ herausgehört. Deswegen hatte ich es als eine größere Problematik gesehen.
      Deine Gedanken zur „Sicherheit“ des eigenen Glaubens ist sicher zutreffend, von dieser Perspektive hatte ich es noch nicht betrachtet. Danke dir sehr für diese Rückmeldung,
      das bringt mich im Nachdenken hierzu weiter :)

      Lieber Gruß,
      MB

  2. Oliver

    Hallo Marcus,

    vielen Dank für Deine Eindrücke.

    Deine eingangs gestellte Frage ist hier genau richtig:
    „Was sagt ihr, wer ich bin ?“ „Vom Berufenheitsgefühl und der Stimme der Anderen“

    Vergleiche dies doch auch einmal mit Apg 7,26 :
    „Am folgenden Tag erschien er bei ihnen, als sie sich stritten, und trieb sie zum Frieden, indem er sagte: Ihr Männer, ihr seid Brüder, warum tut ihr einander Unrecht?“

    In diesem Sinne ist das „Zum-Frieden-treiben“ genau die Tätigkeit Deiner theologischen Berufung,
    denn Du musst Menschen zum Reden bringen – innerlich.

    Vergleiche dies auch mit Ex 7,1 :
    „Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich für den Pharao zum Gott eingesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein.“

    In diesem Sinne ist dieses „Zum-Gott-eingesetzt“ genau Deine Bevollmächtigung, Menschen zum Reden zu bringen. Analog hier zum Bibelvers soll ja Aaron für Mose reden.

    ‚Und dann musst du ganz schön gläubig sein‘ d.h. Glaube = Frieden = Reden

    Obwohl nun die Frömmigkeit mancher Evangelikaler und mancher Katholiken im Vordergrund stehen möge, so wäre es hier angebracht, Dir auch aufzuzeigen, dass falsche Frömmigkeit auch gefährlich sein kann.

    Als Theologe ist es nicht nur Deine Aufgabe zu lehren und zu predigen, sondern die zukünftige Generationen von Theologen und Pfarrern auszubilden und zu führen.

    In diesem Sinne ist es durchaus wichtig zu wissen, dass Ferdinand Christian Baur richtig in seiner Vermutung lag, dass es in christlichen Gemeinden die menschlichen Positionen von Judenchristen und Heidenchristen gibt und sich daraus auch Machtkonstellationen entwickeln, die die Richtung der Gemeinde nachhaltig bestimmen.

    Mir ist dies erst im Theologiestudium so richtig bewusst geworden, weil ich als so genannter Heidenchrist nicht wirklich wusste, worum es beim Glauben geht.

    Die Aufgabe des Theologen ist es daher auch, den Schwachen im Geist zu helfen, eine eigene Privatreligion zu entwickeln nachdem sie Fortschritte im Glauben getätigt haben.

    Deine Aussage stimmt: „Theologie, so ist das Erleben, hört man nie auf zu studieren.

    Und so lange die eigene Seele mitspielt – so schreibst Du noch optimistisch – kommt nicht nur Deiner Anmerkung zufolge der wichtigere, größere Plan.

    Soviel Romantik möchte ich da für mich persönlich so nicht einbringen, denn meine Schritte gehen nicht so leicht, da ich merke, dass es große Unterschiede gibt zwischen dem, was da vorhanden ist und dem, wie es angewendet wird. Die Arkandisziplin wartet noch auf mich – vielleicht auch noch auf Dich. Die Fischerkunst ist anfangs leicht, aber – tja – der Sinn des Lebens ist es, die Leute zum Reden zu bringen, damit sie Dich hören – geistlich und nicht weltlich.

    Der Vergleich mit Lots Frau stimmt – aber ich hasse es – die Standhaftigkeit der eigenen Seele ständig beweisen zu müssen. Die Religion ist für Dich selbst – dagegen die Theologie aber für andere.

    Theologen sollten nicht vergessen, dass ihr Seufzen im Sinne von Heb 13,17 oftmals deshalb kommt, weil sie vorher Machtmissbrauch betrieben haben.

    Theologie ist gelenkter Machtmissbrauch – aber wie weit hat dies zu erfolgen?

    „Was also tun, wenn die eigene Berufung nicht nur verdeckt ist, sondern sich schon seit geraumer Zeit nicht mehr hat blicken lassen?“

    Die Berufung kommt mit der Ordination zum Pfarrer.
    Bis dahin hast Du das Handwerkszeug zu lernen.

    Vielen Dank für Deinen Hinweis zu Bonhoeffer :

    „Der Christus im eigenen Herzen ist schwächer als der Christus im Worte des Bruders; jener ist ungewiss, dieser ist gewiss.“

    Sei gewiss, dass der Christus im Worte des Bruders mächtiger ist als in Deinem eigenen Herzen, aber werde ein starker Bruder im Glauben, damit Du selbst mächtige Worte für Deinen Bruder hast, um ihm Christus zu sein !!!

    • Lieber Oliver,

      ich bin am Ende immer noch nicht ganz sicher, ob ich deinen Kommentar ganz richtig verstehe. Also mag meine Antwort irgendwie an der Sache vorbeigehen, aber meine Gedanken:

      (a) Du sagst, die Aufgabe des Pfarrers ist es, die „Schwachen“ dabei anzuleiten, ihre Privatreligion zu entwickeln, wie auch die nächste Generation von Pastoren und Pfarrern auszubilden. Akzeptiert. Aber was ist, wenn ich gerade selbst zu den „Schwachen“ gehöre? Gerade das scheint mir das faszinierende am Selbstverständnis des Paulus im 2Kor, wenn er mit dem Verweis auf sein Leid und die geradezu ironisch-komische Narrenrede seine eigene Schwachheit als T e i l seines Dienstes sieht – und für mich bedeutet das dann auch, die Zweifel an der eigenen Passform für einen so, hm, verantwortungsvollen Beruf wie den Pastor anzunehmen. Und wie sagt einer Freundin darauf zu mir: Dass ich vielleicht gerade dadurch, durch die Zerbrochenheit, zum besseren Seelsorger und Hirten werde.

      (b) Du sagst, dass die Berufung mit der Ordination kommt. Auch das: akzeptiert, wenn auch für mich etwas zu hochkirchlich gedacht. Aber wie durchstehe ich die fünf Jahre vorher, in denen ich „das Handwerkszeug“ lerne, und mit allerlei Selbstzweifeln ringe? Muss ich dann nicht eine wie-auch-immer-geartete Form von Berufungsgefühl haben? Zumindest irgendwie den Eindruck, dass dieses „Pastorending“ meinen sich ausbildenden Charakterstärken entspricht? Meine vorläufige Antwort in diesem Artikel ist dann: Das ist ganz schön, aber wichtiger sind Leute in dem eigenen Umfeld, die etwas in dir sehen, das im selbstverkrümmten Blick auf dich selbst in deinem Toten Winkel liegt.

      (c) „werde ein starker Bruder im Glauben“. Ich gebe mein Bestes ;-) Aber tatsächlich fand ich diesen Schlusssatz erstklassig. Ich habe dieses Bonhoeffer-Zitat immer nur als Einbaahnstraße gelesen: wie der Christus im Herzen des Bruders mir helfen kann. Ziemlich egoistisch. Man muss es wohl als Wechselwirkung sehen. Das ich ein starker Bruder im Glauben werde soll dann mehr Ziel sein, und nicht nur der Anspruch, diese starken Geschwisterbande im Glauben mit anderen zu finden. Danke dafür.

      Lieber Gruß,
      MB

      • Oliver

        Hallo Marcus,

        Deine Antworten zu meinem Kommentar zeigen mir einen nachdenklichen Menschen und gehen nicht unbedingt an der Sache vorbei.

        Eingangs möchte ich aber noch einmal auf Deinen Artikel zu sprechen kommen. Mir ist aufgefallen, dass Du einen wichtigen Punkt als „übertragend gesprochen“ beschreibst. Ist dieses Etwas wirklich nur im übertragenden Sinne gemeint. Ich meine Deine Aussage, dass Deine eigene Berufung nicht nur verdeckt ist, sich sondern schon seit geraumer Zeit nicht mehr hat blicken lassen und gar auch nicht per SMS zu erreichen sei. Meinst Du damit vielleicht eine ganz bestimmte Person ?

        Nun ja, vielleicht ist Dir diese Person zu etwas geworden, was sie Dir auch anbefehlen möchte, es ihr gleichzutun :

        „Denn wenn ihr zehntausend Zuchtmeister in Christus hättet, so doch nicht viele Väter; denn in Christus Jesus habe ich euch gezeugt durch das Evangelium“ ( 1. Kor. 4,15).

        In diesem Sinne bezieht sich dieser Bibelvers auf das Vatersein im Glauben. Dies kann aber auch töricht sein, wenn man z.B. die folgenden Bibelverse liest:

        „Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken.“ (1. Petrus 1,18).

        Danach geht es also um den eigenen Wandel, der so sein sollte, wie der von den Vätern überlieferten Wandel, sondern um das kostbare Blut Christi.

        Dagegen lesen wir einen reformatorischen Ansatz im AT:

        „Die Seele, die sündigt, sie soll sterben. Ein Sohn soll nicht an der Schuld des Vaters mittragen, und ein Vater soll nicht an der Schuld des Sohnes mittragen. Die Gerechtigkeit des Gerechten soll auf ihm sein, und die Gottlosigkeit des Gottlosen soll auf ihm sein.“

        In diesem Sinne geht es also um die Gerechtigkeit des Gerechten.
        Nun gut, ich weiß nicht, wie viele Dogmatik-Vorlesungen Du bereits absolviert hast und ob Du überhaupt kirchlich bzw. gemeindetechnisch aktiv bist, aber aller Sinn jeder Lehre lautet so:
        „Learning by doing“ – Josua 1,8

        Lese die Bibel und eigene Dir eine vernünftige Frömmigkeit an, aber sei achtsam in allen Dingen. Wann bekam nun Paulus seinen Startschuss – klar – mit dem Damaskus-Ereignis. Gibt es ein solches Ereignis auch in Deinem Leben vielleicht ?

        Die Fragen, die sich mir stellen, sind folgende:
        Hast Du Insider-Wissen ?
        Gehörst Du zu einer Pfarrersfamilie ?
        Kommst Du aus einem gläubigen Elternhaus ?
        Ist Deine Mutter vielleicht katholisch ?
        Hast Du vielleicht einer Frau einen Heiratsantrag gemacht ?
        War diese Frau katholisch oder jüdisch ?
        War dieser Heiratsantrag bibeltreu ?
        Wann war Dein letztes Abendmahl ?
        Was ist in Deinen Augen die babylonische Gefangenschaft nach Luther ?
        Hattest Du Abendmahlsgemeinschaft mit Evangelikale und Katholiken ?
        Bist Du in einer Landeskirche getauft oder auch noch ein Wiedertäufer ?

        Also Fragen über Fragen – und stell Dir vor : Für jede Variante von Fragen gibt es auch die Antworten in der Bibel.

        Für Dich ist in diesem Fall nur ein einziger Vers erst einmal wichtig, und zwar in Römer 2,13:
        „es sind nämlich nicht die Hörer des Gesetzes gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden.“

        Was bedeutet dies für Dich ?
        Insbesondere falls Du lutherisch bist mit der Rechtfertigung aus dem Glauben ?

        Beste Grüße und alles Gute
        Oliver

        • Daniel

          @ Oliver: Ich weiß ja nicht, wie nah ihr euch außerhalb dieses öffentlichen Forums steht, aber m.E. sind das ziemlich viele z.T. unangemessene Fragen, mit denen du MB hier bedrängst, findest du nicht? – Und was genau ist ein „bibeltreuer“ Heiratsantrag?

          @ Marcus: Ich würde mir gut überlegen, ob du die Fragen beantwortest und dein Privatleben hier damit ausbreitest.

          • Oliver

            @Daniel: Es ist hier auch eine theologische Frage von mir bedacht oder unbedacht aufgeworfen worden, ob die Ehe zwischen judaisierenden Katholiken und Protestanten geistliche Probleme bereiten könnten, die durchaus berufungstechnische und existenzielle Fragen aufwerfen. Subjektiv gesehen empfand ich hier auch keine Notwendigkeit, dass Marcus diese Fragen beantwortet. Nur sich selbst ist ein Mensch gegenüber verpflichtet und meine Fragen richteten sich auch danach aus, dass er sich selber die Fragen beantworten möge. Es besteht kein Bedrängen meinerseits, zumal ich ihm bereits mit der Verabschiedung alles Gute gewünscht habe. Ihr Einwurf geht gegen die Sache, sachgemäß und theologisch zu antworten, denn Sie argumentieren gegen meine Person und nicht gegen Argumente. Ihre Meinung ist diesbezüglich mit einem sehr kurzen Einwurf auch ziemlich fraglich, warum Sie es für nötig erachtet haben, unqualifiziert einer Person etwas zu unterstellen, was sich nicht geziemt.

            • Daniel

              @ Oliver: Dann hab ich da möglicherweise „das Gras wachsen“ gehört. Vermutlich hat mich die Einleitung der Fragenkette mit „Die Fragen, die sich MIR stellen“ irritiert und ich habe sie dahingehend missinterpretiert, dass ich annahm, Sie forcierten eine Beantwortung. Demgegenüber wollte ich nur die Öffentlichkeit dieses Forum in Erinnerung rufen.

              Neben dem „bibeltreuen“ Heiratsantrag würden mich jetzt allerdings auch noch die „judaisierenden Katholiken und Protestanten“ interessieren? Was genau verstehen Sie jeweils darunter, wenn ich fragen darf?

              • Oliver

                @Daniel:

                Ihre Fragen scheinen eine Art hoffnungsloser Manipulation zu sein, Ihnen auf den Leim gehen zu sollen.

                Der Themensteller Marcus sprach auch von Frömmigkeit !!!

                Frömmigkeit in der Position von Evangelikalen, Freikirchlern, Katholiken und judaisierenden Personen bedeutet soviel wie Bibeltreue !!!

                Ihre Position zeigt mir, dass Sie polemisch versuchen wollen herauszubekommen, was Bibeltreue ist. Anscheinend bewegen Sie sich nicht in bibeltreuen Kreisen, ansonsten würden Sie es ja wissen, was die oben aufgezählten religiösen Menschen meinen, was bibeltreu sei. Würden Sie sich aber in diesen Kreisen bewegen, so scheint Ihre Nachfrage von teuflischer Natur zu sein, gerne Fallen zu stellen, damiot man hineintappen möge. Nicht mir mir ;-)

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