Helden des Kirchentags

Heute beginnt der Kirchentag. Jonathan und ich sind schon seit einigen Stunden jetzt in Stuttgart und beobachten, wie die Stadt immer voller wird. Soeben komme ich von der Pressekonferenz zur Eröffnung, in der viele Zahlen angesprochen wurden, aber eines gar nicht, was mich gestern in den letzten Vorbereitungen doch ziemlich überraschte.

Dabei wurde mir mal wieder deutlich, wie ich viel zu viel als selbstverständlich erachte. Gerade ich, dich ich doch in allem das Wunder Gottes bestaunen sollte. Zum Glück kann ich dann beobachten, wie Freunde auf Facebook, die als Helfer und Organisatoren dort sind, den Kirchentag vorbereiten und aufbauen. Jeder, der schon mal Helfer war, wird wissen was für ein Aufwand das ist und wie viel Zeit und Mühen es kostet. Ich muss gestehen, dabei kann ich nicht mitreden. Was ich schon seit vielen Jahren mal ändern wollte, setze ich immer wieder erneut aus jeweils anderen Gründen nicht um.

Zurück zu dem, was ich eigentlich schreiben wollte: Am Dienstag, also einem Tag vor Beginn des Kirchentags, les ich dann auf Twitter dieses:

Natürlich, die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel müssen ja auch organisiert werden. Immerhin ist der Donnerstag ein Feiertag und auch Samstags und Sonntags fahren die ÖVNPs regulär ja in größerer Taktung. Wie einfach steigt man in die Bahnen und Busse, freut sich darüber, dass einzelne Bahnen alle fünf Minuten fahren oder sogar auch nach Bedarf und gar bis in die Morgenstunden, wie der Kirchentag am 19. Mai bekannt gab.

Aber anscheinend wurde darüber der Betriebsrat nicht informiert, bzw. für die gerechte Planung zu spät und sie hatten ihre Zustimmung nicht gegeben. Im Grunde kann man sagen, dass dieser Antrag um eine einstweilige Verfügung ein Statement des Betriebsrates ist, dass sie auch bei Großveranstaltungen ein Mitspracherecht haben. Ein Erfolg hätte hier für ein gewaltiges Chaos gesorgt.

Umso mehr rufe ich nun also auf, auch an die Bus-, U- und S-Bahn-Fahrer zu denken, die zusätzliche Schichten schieben und in den Pfingstferien keinen Urlaub nehmen können. Dankt ihnen für ihren Einsatz!

Und umso trauriger finde ich es, dass der Kirchentag die Geschehnisse unter den Teppich kehrt. Als Angestellte des öffentlichen Raumes sind die Fahrer und Mitarbeiter des ÖVNP nicht dem Tarif des 3. Weges unterlegen und werden nun doch mit ihm konfrontiert.

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Ein Kommentar

  1. Jonathan

    Kurzer Nachtrag:
    Die Zahl des Tages: 70.000 allein mit der U11 Transportierte. Da kann man schonmal am Ende einer Fahrt gemeinschaftlich klatschen.
    Das Kollegium des Kirchentags wird sich nach Kirchentagsende noch einmal bei den versammelten Fahrerinnen und Fahrern bedanken, so Stephan von Kolson. :)

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