Sag mal #24 – Kindern wird viel verziehen

Sag mal Artwork 2.0In der aktuellen Folge von Sag mal haben sich Corinna und Max zwei Gäste eingeladen, um darüber zu reden, was es bedeutet, mit Kind zu studieren. Mit dabei sind die zweifache Mutter und Leipziger Theologiestudentin Dominique Meichsner und Sofie Storz, die die Kinderbetreuung an der Evangelischen Hochschule Berlin organisiert.

Wir sprechen über die Hochs und Tiefs des Elternseins und überlegen gemeinsam, ob es zu empfehlen ist, während des Studiums ein Kind zu bekommen.

Die aktuelle Folge gibt’s direkt hier zum Anhören und zum Download:

Wie immer freuen wir uns über Feedback, was euch gefallen hat und was wir verbessern können!

2 Kommentare anzeigen

  1. Mechthild Melzer

    Hallo ihr Lieben!
    Ich studiere zwar nicht Theologie, aber ich höre eure Podcasts immer mit großem Interesse. Diesmal habt ihr ein bisschen MEIN Thema angeschnitten (Ich bin 6fache Mutter und Stillberaterin).
    Eure Sicht, vor Allem wie es Dominik am Ende sagte, dass sie wohl die Frauen nicht unbedingt ermutigen würde im Studium Kinder zu bekommen, wohl aber denen Mut machen, die schwanger sind, teile ich vollkommen. Auch die, dass man Mütter mit Kindern nicht ausschließen sollte. Prima, wenn es möglich ist, ein Kind mit zur Vorlesung zu nehmen, oder gar ein Mutter-Kind-Raum zur Verfügung steht. Nur fehlt mir in diesem Podcast die Meinung einer sehr wichtigen ebenfalls involvierten Spezies: Nämlich die der kleinen Kinder! Ein so kleines Kind kommt auf die Welt mit dem Vertrauen darauf, dass es für Mama sehr wichtig ist. (Ohne diese könnte es ja auch nicht überleben) und dass Mama ALLES tun wird, dass es diesem kleinen Wurm gut geht. Solch ein Kind erwartet, dass die Mama ihm 24 Stunden am Tag gehört. Das schließt sicher nicht aus, dass frau als Mama auch noch andere Tätigkeiten tun kann, auch könnte diese Tätigkeit durchaus Fortsetzung des Studiums sein. Aber wenn solch ein kleiner Mensch z.B. während oder vor der Geburt Angst gelitten hat, oder ein sehr sensibles Gemüt hat, dann könnte es durchaus sein, dass dieser Mensch sich in einer Vorlesung oder auch wenn die Mama oft am PC sitzt, nicht wohl fühlt, weil er eben zu diesem Zeitpunkt mehr Aufmerksamkeit benötigt. Größere Kinder holen sich die so dringend ersehnte Aufmerksamkeit, indem sie z.B. Steckdosen untersuchen. Nach ihrer Erfahrung hilft ein Blick oder Griff zur Steckdose nämlich immer, dass man die Aufmerksamkeit der geliebten Mama auf sich zieht.
    Man kann auch so ein kleines Kind noch nicht dazu erziehen, Mama die Zeit zu gönnen die sie für ihr Studium benötigt. (Man kann es aber sehr wohl frustrieren) Man kann sich freuen, wenn das Kind zufrieden ist mit der Situation, die Mama mag. Das ist aber aus Sicht des Kindes keineswegs normal! Ich freue mich für jedes Kind, deren Mama seine Bedürfnisse sensibel wahrnimmt und an die erste Stelle stellt. das bedeutet für uns Mütter nicht selten, dass wir zurückstecken müssen, nicht „auf unsere Kosten kommen“ und auf so Manches verzichten müssen. Aber bekommen wir nicht durch so ein kleines, vertrauensvolles Menschlein eine Menge geschenkt?

    • CorinnaCorinna Sperlich

      Liebe Mechthild, das stimmt!
      Das haben wir tatsächlich nicht weiter thematisiert. Danke für das Kommentar!

      Im Podcast sollte es auch mehr darum gehen, welche Möglichkeiten man (frau^^) überhaupt hat und wie wir diese erleben. Dass in erster Linie das Kind sich wohlfühlen muss, steht für mich außer Frage. In dem Sinne hätten wir auch thematisieren können, wie und wann das Studium weitergeführt werden kann, wenn das Kind sich nicht wohlfühlt: Also den Fragen nachgehen, wie es mit Urlaubssemstern aussieht, Aussetzten im Studium und wieder reinkommen, Fernstudium… das könnte wohl einen zweiten Podcast füllen. :)

      Als ich in meiner Schwangerschaft gefragt wurde, wie es dann weitergeht, habe ich auch immer ehrlich gesagt: „Das hängt vom Kind ab. Ich plane…, aber wenn das Kind das nicht mitmacht, dann schiebe ich das Studium auf.“ Und das meine ich auch immernoch so.

      Was wir in dem Sinne auch nicht weiter thematisiert haben, ist das schlechte Gewissen, das oft mit dabei ist, wenn man das Kind doch wieder in eine Vorlesung schleppt, statt mit ihm auf dem Sofa zu hause zu klönen…

      Und ja: Durch dieses kleine, vertrauensvolle Wesen bekomme ich mehr geschenkt, als mir jedes abgeschlossen Studium der Welt bieten könnte! ;)

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