Warum studierst du Theologie?

Seit über vier Jahren bin ich nun schon Theologiestudent und noch immer habe nicht genug davon, Theologie zu studieren.

Ein paar Jahre zuvor hätte ich das nie vermutet. Ich wollte damals eigentlich Informatik studieren. Theologie hat mich zwar interessiert, aber die Hürde der alten Sprachen schreckte mich ab. Denn die erste Herausforderung des Theologiestudiums ist das Lernen von Griechisch, Hebräisch und Latein.

Erst durch ein Freiwilliges Soziales Jahr in der evangelischen Jugendarbeit kam ich auf die Idee, ein theologisches Studienfach ernsthaft in Betracht zu ziehen. Dabei ging es mir weniger darum, Pfarrer zu werden, als alles über die Bibel und ihre Wirkungsgeschichte zu lernen, was es zu wissen gibt. Seit meiner Jugend haben mich solche theologischen Zusammenhänge fasziniert.

Meinen Wissensdurst hat das Studium nicht enttäuscht – Es gibt so viel zu lernen. Selbst die alten Sprachen wurden mir mit faszinierenden Einblicken in die dahinter liegenden antiken Kulturen schmackhaft gemacht. Bald musste ich mich als junger Student damit abfinden, dass ich überhaupt nie alles fassen können würde, was die wissenschaftliche Theologie zu bieten hat.

Dafür kann man sich neben dem Studium noch anderweitig engagieren. Ich habe mich beispielsweise in die Studierendenvertretung wählen lassen. Dort wird es auch mal politisch, wenn es zum Beispiel um den aktuellen Kampf der Leipziger gegen die Kürzungen an sächsischen Hochschulen geht.

Theologie studieren bedeutet längst nicht mehr automatisch den Berufswunsch Pfarrer – viele meiner Komilitoninnen und Komilitonen gehen in die Forschung oder in die freie Wirtschaft, um sich zum Beispiel als Journalisten zu verdingen. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wo es für mich später hingehen soll. Aber ich weiß, dass ich richtig bin bei der Theologie und werde die letzten Jahre meines Studiums genießen.

Warum studierst du Theologie (oder ein benachbartes Fach)? Erzähl uns deine Geschichte in den Kommentaren!

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