Moment mal: Mumford & Sons

Vor einigen Tagen las ich im Medienmagazin pro einen Artikel über die Band Mumford & Sons, die vielen wohl ein Begriff sein dürfte. Hier wurde besonders auf den spirituellen Charakter der Band ein Schwerpunkt gelegt.

Im Artikel wurde auf einen Kommentar in der taz aus dem April verwiesen, der diese Spiritualiät der Band schon einmal aufgriff. Die taz charakterisiert folgendermaßen:

„Liest man sich nämlich ihre Lyrics durch, so kommt man sich vor, als blätterte man durch das Liederbuch eines christlichen Jugendchors. Besungen werden traditionelle Werte wie Hoffnung, Glaube, Reue, Schicksal, Selbstfindung, Schmerz, Ursprung und natürlich die erlösende Liebe. (…) Musik für die weiße, konservative, heterosexuelle Mittelschicht.“

Wenig verwunderlich aber trotzdem amüsant ist die Tatsache, wie die beiden Kommentare diese Zeilen auffassen: pro konzentriert sich auf die christlichen Werte in diesen Zeilen und fasst sie als rein positiv auf – die taz auf der anderen Seite zeigt die heteronormativen und konservativen Züge der Band auf.

Ich bin für eine Annäherung der beiden Parteien. Während die taz den religiösen Teil der Band nicht grundsätzlich verteufeln sollte, würde es pro nicht schaden, die Kritik nicht gänzlich zu ignorieren. Wenn ein Artikel zitiert wird und nur Rosinen rausgepickt werden, dann wird die möglicherweise berechtigte Kritik völlig außer Acht gelassen. Das halte ich für einen Zitierfehler, der an der Kernaussage des taz-Artikels vorbeigeht.

Am Ende muss sich eh jeder oder jede seine oder ihre eigene Meinung zur Band bilden – ich wollte nur aufzeigen, dass es sich lohnen kann, verschiedene Quellen zu vergleichen und daraus eigene Schlüsse zu ziehen.

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